Der Winter Trail am 7. November 2026 auf der Schießanlage Philippsburg ist ein Westernschießen über sechs Stages, bei dem nicht Ringe gewertet werden, sondern Sekunden. Ein Start kostet 70 Euro, das Feld ist auf 120 Schützen begrenzt – und die Anmeldung für diese Ausgabe ist seit dem 18. Oktober 2026 geschlossen.
Sechs Stages, 120 Startplätze, 70 Euro
Die Ausschreibung des Bund Deutscher Sportschützen trägt das Dokumentdatum 11. August 2026 und hängt seit dem 24. September am Kalendereintrag des Verbands. Sie legt den Rahmen fest:
| Angabe | Wert |
| Termin | Samstag, 7. November 2026 |
| Ort | Schießanlage Philippsburg, Mittlerer Weg 11, 76661 Philippsburg |
| Umfang | 6 Stages, im Wortlaut der Ausschreibung „ca. je 60 Schuss Rifle/Revolver & 30 Schuss Schrot" |
| Starterfeld | maximal 120, Mindeststarterzahl je Klasse 3 |
| Startgeld | 70 Euro, bei der Anmeldung zu überweisen |
| Anmeldeweg | Portal casscoring, offen seit 29. August 2026 |
| Anmeldeschluss | 18. Oktober 2026, 20:00 Uhr |
| Nächste Ausgabe | 6. November 2027 (Vermerk im Zeitplan) |
Das Startgeld sichert keinen Platz, solange es nicht auf dem Konto ist: Wer sich einträgt und bis zum Meldeschluss nicht zahlt, wird gelöscht. Bei mehr als 120 Anmeldungen entscheidet die Reihenfolge, Nachrücker werden über das Portal verständigt, und wer bei Überbuchung nicht starten kann, bekommt sein Geld zurück.
Gewertet wird die Zeit, nicht der Ring
Beim Westernschießen – international Cowboy Action Shooting – schießt jeder Teilnehmer einen vorgegebenen Ablauf in einem Parcours ab, der Stage heißt, und zwar gegen die Uhr. Fehlschüsse und eine falsche Reihenfolge kosten Strafsekunden, die auf die Laufzeit addiert werden. Gewonnen hat am Ende die kürzeste Gesamtzeit. Geschossen wird auf Stahl: Klappfallziele kippen um, feststehende Gongs quittieren den Treffer mit einem Pling. Ringzahlen oder Trefferzonen gibt es in dieser Disziplin nicht.
Ein großes Match läuft über bis zu 16 Stages und mehrere Tage. Der Winter Trail ist mit sechs Stages an einem Tag das kompakte Format – und mit dem Zusatz „Living History" versehen, weil im Outfit des späten 19. Jahrhunderts geschossen wird.
Vier Waffen gehören zur Grundausstattung
Wer an einem Match teilnimmt, braucht laut Disziplinenblatt des Verbands zwei Single-Action-Revolver, einen Unterhebelrepetierer und eine Schrotflinte aus der Epoche zwischen 1866 und den 1890er-Jahren. Welche Modelle zulässig sind, entscheidet die Klasse:
| Klasse | Revolver | Büchse | Flinte | Outfit |
| 1890 (Einstieg) | 2 Single Action mit starrer Visierung, Nitropulver, beidhändiger Anschlag | Lever oder Slide Action | Querflinte oder Repetierflinte bis Modelljahr 1897 | Western-Style ohne Authentizitätsanspruch, mindestens Hut, kariertes Hemd, Jeans, Stiefel |
| 1880 | 2 Single Action bis Modelljahr 1890 | Lever oder Slide Action bis Modelljahr 1884 | Querflinte mit Doppelabzug und echten Hähnen | fünf authentische Stücke über die Grundkleidung hinaus |
| 1870 | 2 Perkussionsrevolver ab Kaliber .36, Schwarzpulver | Lever oder Slide Action bis Modelljahr 1873 | Querflinte mit Doppelabzug und echten Hähnen | wie 1880 |
Die 1890 ist die größte Kategorie und wird zusätzlich nach Alter aufgeteilt: Young Guns von 14 bis 18 Jahren, Wrangler bis 48, Forty Niner von 49 bis 59, Senior von 60 bis 69, Elder Statesmen ab 70, dazu die Ladies-Klassen. Nur Cowboy und Cowgirl sind altersoffen. Wie sich die Schießstile Duelist und Gunfighter unterscheiden, regelt das Sporthandbuch.
Ohne Sicherheits- und Regeltest kein Start
Vor der ersten Teilnahme steht ein Lehrgang: der Sicherheits- und Regeltest, kurz SuRT. Er ist Pflicht und vermittelt die Handhabungsregeln, die an einer Stage mit vier Waffen und wechselnden Positionen gelten. Ohne ihn gibt es keinen Start – unabhängig davon, wie viele Jahre jemand schon auf dem Schießstand steht. Wie oft der Test zu wiederholen ist und wo er abgelegt werden kann, sagt das Disziplinenblatt nicht; das regelt das Sporthandbuch des Verbands.
Für die Ausgabe 2027 vormerken
Termin notieren: 6. November 2027, Philippsburg.
SuRT einplanen, bevor die Anmeldung öffnet – der Lehrgang ist Teilnahmevoraussetzung.
Klasse festlegen: 1890 für den Einstieg, 1870 nur mit Perkussionsrevolver und Schwarzpulver.
Startgeld sofort nach der Anmeldung überweisen, sonst verfällt der Platz.
Mindeststarterzahl im Blick behalten: Unter drei Meldungen wird eine Klasse nicht gewertet.
Was die Ausschreibung offenlässt
Zu Ermäßigungen äußert sich die Ausschreibung nicht, auch nicht zu einem Freistart für die Jugendklassen. Offen bleibt außerdem, ob sich die genannten Schusszahlen auf das gesamte Match oder auf eine einzelne Stage beziehen. Auch eine Zuschauerregelung fehlt: Ob und zu welchen Bedingungen Gäste an die Stages dürfen, steht in keinem der veröffentlichten Dokumente. Und ob eine Klasse überhaupt gewertet wird, steht erst nach dem Meldeschluss fest – unter drei Startern fällt sie aus der Wertung.
Wie der Wettkampftag getaktet ist – Possenaushang, Bahnrotation, Siegerehrung und Anfahrt –, steht in unserem Serviceteil zum Wettkampftag in Philippsburg. Für den Unterhebelrepetierer, der hier eine von vier Pflichtwaffen ist, gibt es auch eine eigene Deutsche Meisterschaft: welche Regeln dort gelten. Wer sich für die Schwarzpulverseite interessiert, findet in der Bilanz der Vorderlader-WM in Eisenstadt das sportliche Umfeld der Klasse 1870. Weitere Termine stehen in der Rubrik Sportschießen.
Quelle
Terminkalender des Bund Deutscher Sportschützen mit Ausschreibung und Zeitplan zum Winter Trail 2026