Alternativer Fragenkatalog
Für Sachsen ist kein offizieller Fragenkatalog öffentlich verfügbar. Die Landesverbände geben die Prüfungsfragen nur an Jagdschulen heraus. Wir haben Thüringen als die am nächsten übereinstimmende Alternative recherchiert und stellen dir diesen Katalog in der App zur Verfügung.

Kostenlose Jagdschein App
Jagdschein Sachsen
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Schritt für Schritt
Dein Weg zum Jagdschein in Sachsen
Von der ersten Voraussetzung bis zum ausgestellten Jagdschein — so läuft der Weg zur Jägerin oder zum Jäger in Sachsen ab.
- 1
Voraussetzungen erfüllen
Bevor du startest, klärst du, ob du die gesetzlichen Grundvoraussetzungen erfüllst — sie gelten bundesweit.
- Mindestalter 18 Jahre — Für den vollen Jagdschein. Den Jugendjagdschein gibt es bereits ab 16 Jahren — die Jagd ist dann nur in Begleitung eines erfahrenen Jägers erlaubt, ohne Teilnahme an Gesellschaftsjagden und mit Zustimmung der Erziehungsberechtigten.
- Zuverlässigkeit & persönliche Eignung — Nach § 17 BJagdG darf kein Versagungsgrund vorliegen: ein einwandfreies Führungszeugnis, keine relevanten Vorstrafen und die persönliche Eignung zum Führen von Waffen sind Voraussetzung.
- 2
Jagdschule & Lehrgang wählen
Die Ausbildung läuft über eine staatlich anerkannte Jagdschule und dauert in Sachsen typischerweise 6–12 Monate. Du wählst zwischen berufsbegleitenden Kursen und Intensivlehrgängen — der Stoff verteilt sich auf fünf Sachgebiete.
- Kosten Lehrgang — ca. 1.500–2.200 € je nach Anbieter und Kursformat.
- Fünf Sachgebiete — Wildkunde, Waffenkunde, Jagdrecht, Jagdhundewesen und Wildbrethygiene.
- 3
Lernen & vorbereiten
Parallel zum Lehrgang festigst du den Prüfungsstoff. Mit 200 offiziellen Prüfungsfragen, Lernalgorithmus und Prüfungssimulation bereitest du dich gezielt auf die Jägerprüfung in Sachsen vor.
- Lernmaterial — Die Jagdkompass App ist 100% kostenlos — kein Abo, keine Werbung. Andere Apps kosten 15–25 € pro Monat.
- 4
Jägerprüfung bestehen
Die Jägerprüfung — das „grüne Abitur“ — besteht aus drei Teilen: schriftlich, mündlich und praktisch. Die Prüfungsgebühr in Sachsen liegt bei ~150 €, geprüft wird in 4 Sachgebieten.
Prüfungsablauf im Detail - 5
Jagdschein beantragen
Mit dem Prüfungszeugnis beantragst du den Jagdschein bei der zuständigen Behörde (Sächsisches Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft). Der Jahresjagdschein gilt bis zu drei Jahre; die Gebühr setzt sich aus Jagdscheingebühr und Jagdabgabe zusammen.
- Zeugnis über die bestandene Jägerprüfung — Nachweis der erfolgreich abgelegten Prüfung.
- Führungszeugnis — Behördennachweis der Zuverlässigkeit.
- Jagdhaftpflichtversicherung — Pflicht — mindestens 500.000 € für Personen- und 50.000 € für Sachschäden.
- Lichtbild & Antrag — Passfoto und ausgefüllter Antrag bei der zuständigen Behörde.
Bereit für Schritt 3? Fang heute mit dem Lernen an.
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Mehr zur Jagdschein AppJagdschulen in Sachsen
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Kosten für den Jagdschein in Sachsen
Alle Angaben sind Orientierungswerte (ca.) — die tatsächlichen Kosten hängen von deiner Jagdschule und individuellem Bedarf ab.
Jagdschule / Lehrgang
ca. 1.500–2.200 €
je nach Anbieter und Kursformat
Prüfungsgebühr Sachsen
~150 €
Behördengebühr für die Jägerprüfung
Weitere Kosten (Schätzwerte, bundesweit)
- AusrüstungFernglas, Messer, Bekleidungca. 300–1.000 €
- Munition & Schießstandwährend der Ausbildungca. 100–300 €
- Jagdschein-AusstellungBehördengebührca. 60–150 €
- Jagdabgabejährliche Landesabgabeca. 20–100 €/Jahr
- Lernmaterial & AppJagdkompass App — 100% kostenlos0 €
Gesamtkosten (Orientierung)
Lehrgang + Prüfung + Nebenkosten inkl.
ca. 2.000–4.000 €
Spartipp: Lernmaterial
Andere Apps kosten 15–25 € pro Monat. Die Jagdkompass App ist 100% kostenlos — mit allen offiziellen Prüfungsfragen für Sachsen, Lernalgorithmus und Prüfungssimulation. Kein Abo, keine Werbung.
Jägerprüfung in Sachsen
So läuft die Jägerprüfung in Sachsen ab — mit allen drei Prüfungsteilen.
Schriftliche Prüfung
Schriftliche Multiple-Choice-Prüfung über 4 Sachgebiete: Tierarten, Wildhege, Wildbiologie und Jagdbetrieb (inkl. Ökologie); Waffenrecht und Waffentechnik; Jagdhundewesen, Wildhygiene und Behandlung erlegten Wildes; sowie Jagd-, Tierschutz-, Naturschutz- und Landschaftspflegerecht. Die Prüfung dauert 240 Minuten (4 Stunden) und ist bestanden, wenn in jedem Sachgebiet die geforderte Mindestleistung erreicht wird. Rechtsgrundlage ist die Sächsische Jagdverordnung (SächsJagdVO).
Mündliche Prüfung
Mündliche Prüfung vor einem Prüfungsausschuss, in der die Kandidaten ihr Wissen aus den vier Sachgebieten vertiefend darlegen. Auch hier gilt: In jedem Sachgebiet ist die Mindestleistung nachzuweisen.
Praktische Prüfung
Nachweis der sicheren Waffenhandhabung und Schießprüfung. Mit der Büchse (Kugel) sind auf den Rehbock mindestens 4 Treffer (9.–10. Ring) und auf den Keiler auf 50 m mindestens 3 Treffer (3.–10. Ring) zu erzielen; mit der Flinte müssen mindestens 4 von 15 Wurftauben getroffen werden.
Prüfungsverordnung Sachsen
Die rechtlichen Grundlagen der Jägerprüfung in Sachsen.
SächsJagdVO — Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft über die Jagd (Sächsische Jagdverordnung – SächsJagdVO)
vom 29. Oktober 2004 (SächsGVBl. S. 534) – aktuelle konsolidierte Fassung über revosax.sachsen.de
Volltext der VerordnungZuständige Behörde
Sächsisches Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft; Durchführung: untere Jagdbehörden
Bestehensvoraussetzungen
Bestanden bei Erreichen der Mindestleistung in jedem Sachgebiet.
Schießprüfung
Rehbock ≥ 4 Treffer (9.–10. Ring), Keiler (50 m) ≥ 3 Treffer (3.–10. Ring); Flinte ≥ 4 von 15 Wurftauben.
Maßgebliche Paragraphen
§§ 13 ff. SächsJagdVO
Besonderheiten in Sachsen
Das solltest du über die Jagd und Jägerprüfung in Sachsen wissen.
- Sachsen ist eines der Kerngebiete der Wolfspopulation in Deutschland — das Wolfsmanagement und der Umgang mit Großraubtieren sind zentrale Themen der Jagdpraxis.
- Die großen zusammenhängenden Waldgebiete im Erzgebirge und der Sächsischen Schweiz bieten vielfältige Jagdreviere mit hohem Rot- und Schwarzwildbestand.
- Rechtsgrundlage der Jägerprüfung ist die Sächsische Jagdverordnung (SächsJagdVO); die Durchführung liegt bei den unteren Jagdbehörden.
- Sachsen setzt auf nachhaltige Waldbejagung — die Reduktion von Schalenwild zum Schutz der Waldverjüngung ist ein wichtiges Thema der Ausbildung.