Bei Irsch im Kreis Trier-Saarburg ist erneut ein abgetrennter Rehbockkopf auf einem Hochsitz aufgetaucht. Die Polizei untersucht den jüngsten Fund. Brisant ist das wiederkehrende Tatmuster: Schon 2021 lagen im Wald zwischen Irsch und Serrig drei Rehbockköpfe auf Jagdeinrichtungen.
SWR Rheinland-Pfalz berichtet am 27. August 2026, der aktuelle Fund liege etwa zehn Tage zurück. Der Kopf eines ungefähr einjährigen Bocks sei bereits deutlich verwest gewesen; vom Wildkörper fehle jede Spur. Im Maul steckte ein „letzter Bissen“, ein jagdlicher Ehrenbrauch. Seit Sommer 2025 seien in einem Nachbarrevier vier weitere Köpfe auf Hochsitzen entdeckt worden. Ob die Fälle zusammenhängen, ist offen.
Die älteren Ermittlungen endeten ohne ausreichende Beweise. Nur der neueste Fall wird derzeit noch untersucht. Bereits im August 2021 hatte die Polizei im Neunhäuser Wald zwischen Irsch und Serrig drei abgetrennte, verweste Rehbockköpfe gemeldet und wegen Jagdwilderei ermittelt. Einen Tatverdächtigen oder ein gesichertes Motiv gibt es auch diesmal bislang nicht.
Fundstelle als möglichen Tatort behandeln
Fund nicht bewegen oder untersuchen.
Ort und Uhrzeit notieren, Spuren nicht betreten.
Polizei und Revierverantwortliche direkt informieren.
Möglichen Tätern nicht selbst folgen.
Weiterlesen: Die juristische Bedeutung von Spuren behandelt unsere Einordnung zum Querschläger-Gutachten nach dem Jagdunfall bei Warburg. Für sichere Abläufe bei unübersichtlichen Revierlagen lohnt außerdem der Blick auf die Waldbrand-Einsätze im Saarland. Weitere aktuelle Fälle stehen in den Nachrichten.
Quelle
Grundlage ist der Bericht von SWR Rheinland-Pfalz vom 27. August 2026. Das gleichartige Tatmuster von 2021 belegt die damalige Mitteilung der Polizeidirektion Trier. Beide Quellen lassen Täterschaft, Motiv und einen Zusammenhang der einzelnen Funde ausdrücklich offen.