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Hubert Aiwanger ist tot: Bayerns Jagdminister stirbt mit 55 Jahren

Der bayerische Wirtschaftsminister wurde am Mittwochabend tot in einem Berliner Hotel gefunden. Sein Ministerium ist oberste Jagdbehörde, die Jagdgesetz-Novelle von 2026 ging auf ihn zurück.

LMLorena de MarcoHubert Aiwanger, Bayern, Bayerisches Jagdgesetz

Hubert Aiwanger ist tot. Der bayerische Wirtschaftsminister und Chef der Freien Wähler wurde am Mittwochabend leblos in seinem Hotelzimmer in Berlin-Mitte gefunden, wie die Staatsanwaltschaft Berlin bestätigte. Er wurde 55 Jahre alt.

Aiwanger war zur Eröffnung des Hauptstadtbüros der Freien Wähler nach Berlin gereist. Seine Rede dort konnte er wegen gesundheitlicher Probleme nicht halten, Digitalminister Fabian Mehring sprang für ihn ein. Die Obduktion ergab nach ersten Angaben der Ermittler keine Hinweise auf Fremdverschulden, berichtet der Tagesspiegel. Die Staatsanwaltschaft führt ein Todesermittlungsverfahren.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nannte den Tod eine „absolute Tragödie", er sei „zutiefst geschockt". Das Wirtschaftsministerium leitet kommissarisch Staatssekretär Tobias Gotthardt (Freie Wähler). Über die dauerhafte Nachfolge entscheidet Söder mit Zustimmung des Landtags.

Im Maximilianeum in München beschloss der Landtag am 19. März 2026 die Novelle des Bayerischen Jagdgesetzes. Foto: Rufus46 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Aiwanger und das neue Jagdgesetz

Für Bayerns Jäger war Aiwanger der zuständige Minister, denn sein Haus ist die oberste Jagdbehörde des Freistaats. Auf seine Initiative geht die Novelle des Bayerischen Jagdgesetzes zurück, die der Landtag am 19. März 2026 beschloss. Seit dem 1. April 2026 kann Rehwild unter bestimmten Voraussetzungen ohne behördlichen Abschussplan bejagt werden, wenn sich die Grundeigentümer dafür entscheiden. Wolf und Goldschakal stehen seitdem im Jagdrecht, und der Freistaat kann Jagdzeiten selbst anpassen, etwa für Gänse, Ringeltauben und Dachse. „Heute ist ein wichtiger Tag für die Jagd in Bayern", sagte Aiwanger nach der Abstimmung.

Der Bayerische Jagdverband (BJV) reagierte mit Bestürzung. Der Tod sei ein unfassbarer Verlust für die Menschen und für die Jagd in Bayern, erklärte BJV-Präsident Hubert Stärker. Der Verband wünschte dem Minister, der selbst Jäger war, „Waidmannsruh". Mit diesem Gruß verabschieden Jäger einen Verstorbenen.

Hubert Aiwanger 2012 als Fraktionschef der Freien Wähler im Bayerischen Landtag. Foto: Leonie Rabea Große / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 DE

Mehr zum Thema: Die jüngste Änderung bei den Jagdzeiten erklärt unser Artikel Rotwild in Bayern: Ab Samstag endet die Jagdzeit am 15. Januar. Wie der BJV unter Hubert Stärker arbeitet, steht in Bayerischer Jagdverband: 100 Tage Hubert Stärker. Weitere Meldungen gibt es in der Rubrik Nachrichten.

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