Der Meldeschluss für den Großen Preis des Landesjagdverbandes 2026 auf dem Jagdparcours Dornsberg ist am 5. September verstrichen. Geschossen wird am Samstag, 26. September, auf über 100 Wurfscheiben – und anders als bei jedem anderen Wettkampf der Saison steht die Leistungsklasse beim Antreten noch nicht fest.
Nach der Frist bleibt die Nachmeldung – gegen Aufschlag
Der Preis des LJV steht in der Wettkampftabelle der Saisonausschreibung, und die lässt verspätete Anmeldungen und Nachmeldungen zu: 10 Euro Aufschlag auf das reguläre Startgeld. Ein Anspruch darauf besteht nicht, eine Obergrenze für das Feld ist nicht ausgeschrieben. Wer die Frist verpasst hat, klärt das beim Schießwesen des Verbands, nicht über das Anmeldeformular.
Die Ankündigung des Verbands trug am 6. September unverändert die Überschrift „Jetzt anmelden!" und darunter den Meldeschluss 5. September – ein stehengebliebener Hinweis, kein verlängertes Angebot.
| Termin | Samstag, 26. September 2026 |
| Ort | Jagdparcours Dornsberg, Oberer Dornsberg, 78253 Eigeltingen |
| Meldestart / Meldeschluss | 1. August / 5. September 2026 (verstrichen) |
| Startgeld | 95,00 € für Mitglieder, 115,00 € für Nichtmitglieder |
| Nachmeldung | 10,00 € Aufschlag, ohne Anspruch |
| Zahlungsweg | SEPA-Lastschrift nach der Anmeldung |
| Umfang | über 100 Wurfscheiben |
| Antreten | alle Rotten zwischen 8 und 9 Uhr, verteilt auf die Stände |
| Protestgebühr | 50,00 € |
Das Startgeld ist Reuegeld: Wer nicht antritt oder absagt, bekommt es nicht zurück. Angemeldet wurde über das Bildungsportal jagd-bildung.de unter der Kursnummer 26-SCH-008. Startzeitwünsche nimmt die Schießleitung nicht entgegen, weil ohnehin alle Rotten im selben Zeitfenster auf die Stände verteilt werden; ein Rottenwunsch war dagegen möglich, ausdrücklich damit sich Fahrgemeinschaften bilden können.
Der nächste feste Termin ist der 21. September. Fünf Tage vor dem Wettkampf verschickt der Verband die Startzeiten per E-Mail – aber erst, wenn das Startgeld eingegangen ist. Wer bis dahin nichts im Postfach hat, prüft zuerst die Lastschrift. (Alle Angaben nach dem Stand der Ausschreibung vom 11. August 2026, geprüft am 6. September 2026.)
Warum hier auch ein Jungjäger Klassenbester werden kann
Bei den Bezirks- und Landesmeisterschaften entscheidet die Schießleistungsnadel über die Klasse: Sonderstufe Gold heißt S-Klasse, Gold A-Klasse, Silber B-Klasse, Bronze oder gar keine Nadel C-Klasse – sofern der Schütze nicht ohnehin in die Damen-, Junioren-, Alters- oder Seniorenklasse fällt, die Vorrang haben. Die Einteilung steht also lange vor dem ersten Schuss fest.
Beim Preis des LJV ist genau das umgedreht. Gewertet wird unabhängig von Herkunft, Alter und Geschlecht in den Leistungsklassen A, B und C – und diese Klassen werden erst während des Wettkampfs gebildet, kopfzahlgleich nach einem Zwischenergebnis. Ob dieses Zwischenergebnis nach dem zweiten oder nach dem dritten Durchgang gezogen wird, entscheidet das Los. Den Teilnehmern wird es nicht mitgeteilt.
Praktisch heißt das: Niemand kann sich in eine schwächere Klasse hineintaktieren, weil niemand weiß, welche Durchgänge zählen. Wer mit wenig Parcourserfahrung anreist, kämpft am Ende gegen Leute mit ähnlicher Tagesform statt gegen den Landeskader. In allen drei Klassen sind für die Plätze eins bis drei identische Sachpreise ausgelobt; die übrigen Preise werden verlost.
Was ein Jagdparcours vom Trapstand unterscheidet
Der Jagdparcours – international als Sporting geführt – ist der jagdnächste der Flintenwettbewerbe. Statt an einem festen Stand auf immer gleich fliegende Scheiben zu schießen, geht die Rotte von Stand zu Stand. An jedem erwarten sie andere Wurfbilder: hoch über den Baumwipfeln wie eine überfliegende Taube, flach und kreuzend wie ein aufgehendes Feldhuhn, rollend über den Boden wie ein Hase. Gewertet wird nur Treffer oder Fehler, nicht die Zahl der Splitter.
Auf dem Dornsberg kommen mehr als 100 Scheiben zusammen – ein Vielfaches der 25 Scheiben einer Trap- oder Skeetrunde. Der Stand liegt im Hegau bei Eigeltingen und ist derselbe, auf dem im August die Deutsche Meisterschaft FITASC Parcours ausgetragen wurde – dort allerdings nach dem internationalen FITASC-Reglement mit fünf Standplätzen je Runde und ausgelosten Schemata.
Blei ist auf dem Dornsberg verboten
Die Standauflage ist der Punkt, an dem die meisten Anreisenden Munition nachkaufen müssen. Zugelassen sind ausschließlich Weicheisenschrote bis 2,6 Millimeter; Bleischrot ist auf dem Parcours untersagt. Weicheisen ist härter als Blei und braucht deshalb Patronen mit speziellen Schrotbechern, die den Lauf schützen – eine gewöhnliche Bleipatrone lässt sich nicht einfach durch eine Stahlpatrone ersetzen.
Wer nicht die passende Munition im Schrank hat, kauft sie vor Ort bei den Dornsberg Schützen: im Kaliber 12 mit 24 oder 28 Gramm, im Kaliber 20 mit 24 Gramm. Der größere Zusammenhang dahinter ist das europäische Bleischrotverbot, das die Jagd mit Schrot ohnehin schrittweise umstellt.
Auf dem Parcours gilt außerdem Schutzbrille, Gehörschutz und Kopfbedeckung – ausdrücklich auch für Zuschauer. Wer Begleitung mitbringt, packt die Ausrüstung doppelt ein.
Bis zur Anreise erledigen
Lastschrift kontrollieren – ohne Zahlungseingang kommt keine Startzeit.
Ab dem 21. September auf die E-Mail mit der Startzeit achten, auch im Spam-Ordner.
Weicheisenpatronen bis 2,6 mm besorgen oder den Kauf vor Ort einplanen.
Jagdschein oder Haftpflichtnachweis und die LJV-Servicekarte einstecken – bei den Wettkämpfen des Verbands werden sie an der Schießkartenausgabe verlangt.
Schutzbrille, Gehörschutz und Kopfbedeckung doppelt packen, wenn Begleitung mitkommt.
Was noch offen ist
Einen veröffentlichten Zeitplan für den 26. September gibt es nicht: Wann der letzte Durchgang endet und wann die Siegerehrung beginnt, ist nirgends ausgewiesen, und wer als Zuschauer plant, hat vom Verband nur den Rahmen 8 bis 9 Uhr. Auch wie viele Meldungen bis zum 5. September eingegangen sind, ist nicht veröffentlicht – wer nachmelden will, kann den eigenen Spielraum deshalb nicht abschätzen.
Anfahrt, Parken, Verpflegung und die Hausregeln am Stand stehen dagegen nicht beim Verband, sondern beim Betreiber des Geländes: wie der Wettkampftag auf dem Dornsberg abläuft.
Häufige Fragen zum Wettkampftag
Muss ich Mitglied im LJV Baden-Württemberg sein?
Nein. Nichtmitglieder starten ebenfalls, zahlen aber 115,00 statt 95,00 Euro Startgeld.
Zählt der Wettkampf für eine DJV-Schießleistungsnadel?
Der Preis des LJV wird als eigener Wettkampf mit Tagesklassen ausgeschrieben, nicht als Qualifikationsschießen. Eine Nadelwertung ist dafür nicht angekündigt – anders als bei den Bezirks- und Landesmeisterschaften.
Weitere Wettkampftermine, Meldeschlüsse und Meisterschaftsberichte sammeln wir unter Sportschießen.
Vor dem ersten Parcours? Mit der Jagdkompass-App gehen Sie Waffenhandhabung, Munitionskunde und die Sicherheitsregeln am Stand strukturiert durch – Stoff, der in der Jägerprüfung ebenso abgefragt wird wie er auf dem Dornsberg gebraucht wird.
Quelle
Termin, Ort, Meldestart und Meldeschluss nach dem Termineintrag des Landesjagdverbands Baden-Württemberg. Klassenbildung, Startgeld, Zahlungsweg, Rottenwünsche, Startzeitmitteilung, Munitionsauflage, Schutzausrüstung und Preisvergabe nach der Ankündigung des Schießwesens vom 11. August 2026 und dem dort hinterlegten PDF aus „Jagd in Baden-Württemberg" 08/2026. Klasseneinteilung nach Schießleistungsnadel, Nachmeldegebühr, Nachweispflicht an der Schießkartenausgabe und Wettkampfkalender nach der Ausschreibung Jagdliches Schießen 2026. Die Erklärung des Jagdparcours – Wurfbilder, Wertung, Vergleich mit Trap und Skeet – ist redaktionelle Einordnung und steht so in keiner der Ausschreibungen. Erstabruf 28. August 2026, zuletzt geprüft am 6. September 2026.