Die Waller- und Raubfischmesse läuft am Samstag, dem 12. Dezember 2026, von 9 bis 17 Uhr in der Passauer Dreiländerhalle – ein Tag, acht Stunden, kein Ausweichtermin. Der Eintritt kostet 10 Euro, ermäßigt 5 Euro, und die Grenze zwischen beiden Stufen liegt nicht bei 18 Jahren, sondern bei 15.
Zehn Euro ab 15, fünf Euro von sieben bis vierzehn
Für den Messetag gibt es genau einen Tickettyp, und der führt zwei Preisstufen. Das steht so auf der Veranstaltungs- und Ticketseite der Anglermesse Passau, die den Eintritt zugleich online verkauft. Wer 15 ist, zahlt dort den vollen Preis – bei Messen ist diese Grenze sonst meist das 18. Lebensjahr, gelegentlich das 16. Für eine Familie mit zwei Jugendlichen von 14 und 15 Jahren macht dieser eine Geburtstag fünf Euro aus.
| Stufe | Preis | Gilt für |
| Erwachsene | 10,00 € | ab 15 Jahren |
| Kinder und Jugendliche | 5,00 € | 7 bis 14 Jahre |
| Kinder unter 7 Jahren | nicht ausgewiesen | – |
Preisstand: 12. Oktober 2026. Eine Stufe für Kinder unter sieben Jahren führt die Ticketseite nicht – ob die kostenlos hineinkommen oder den Kinderpreis zahlen, ist damit offen.
Verkauft wird online, und zwar bis zum Messeschluss
Das Tagesticket gilt laut Ticketbeschreibung von 9:00 bis 17:00 Uhr, also für die komplette Öffnungszeit. Der Verkauf endet erst am 12. Dezember um 17:00 Uhr – wer sich am Morgen spontan entscheidet, kann die Karte noch auf dem Weg kaufen. Einen Frühbucherrabatt gibt es nicht: Beide Stufen gelten vom ersten Tag an unverändert bis zum Schluss. Ob an der Halle zusätzlich eine Tageskasse öffnet, ist nicht angekündigt.
Trag dir den 12. Dezember fest ein – die Messe läuft nur an diesem einen Samstag, 9 bis 17 Uhr.
Prüf das Alter, bevor du zahlst: ab 15 Jahren 10 Euro, von 7 bis 14 Jahren 5 Euro.
Kauf das Ticket online und lade es aufs Handy; verlass dich nicht auf eine Tageskasse.
Stell das Navi auf Dr.-Emil-Brichta-Straße 11, 94036 Passau – die Halle steht in Kohlbruck am Stadtrand, nicht in der Altstadt.
Nimm Bargeld und Karte mit: Wie an den Ständen gezahlt wird, steht nirgends.
Was die Veranstaltungsseite bisher nicht nennt
Stand 12. Oktober 2026 nennt sie keinen einzigen Ausstellernamen und kein Vortragsprogramm, obwohl die Messe mit Marken, Neuheiten und Messeangeboten wirbt. Auch Parken, Hallenplan und mögliche Ermäßigungen für Schwerbehinderte, Gruppen oder Vereinsmitglieder sind nicht veröffentlicht. Wer wegen eines bestimmten Herstellers oder eines bestimmten Vortrags anreisen will, hat dafür derzeit keine Grundlage – das Gelände selbst ist dagegen bekannt: Die Dreiländerhalle in Passau-Kohlbruck bietet nach Angaben der Stadt Passau rund 4.500 Quadratmeter Hallenfläche.
Waller: der Fisch, der die schwerste Ausrüstung verlangt
Der Europäische Wels, von Anglern meist Waller genannt, ist der größte Süßwasserfisch Europas und ist Fisch des Jahres 2026. Er jagt überwiegend in der Dämmerung und nachts, orientiert sich über Barteln, Geruch und Seitenlinie statt über die Augen und steht tagsüber dicht am Grund oder im Totholz.
Für den Messerundgang heißt das: Was an den Ständen liegt, ist eine Klasse schwerer als übliches Angelgerät – kurze, harte Ruten, Multirollen, Geflechtschnüre mit dreistelliger Tragkraft, dazu Bootszubehör, Echolote und Unterwasserposen. Wer vom Hecht- aufs Wallerangeln wechseln will, kauft praktisch eine zweite Ausrüstung. Genau diese Entscheidung lässt sich an einem Messestand in zehn Minuten klären und über einen Onlineshop kaum.
Raubfisch heißt hier Hecht, Zander und Barsch
Die zweite Hälfte des Namens deckt drei Fische ab, die sich grundlegend anders verhalten – und entsprechend anderes Gerät brauchen.
Der Hecht lauert aus der Deckung und greift in einem einzigen Vorstoß an; er wird an Kraut-, Schilf- und Abbruchkanten gefischt, mit großen Gummifischen, Wobblern oder Spinnerbaits und zwingend mit hartem Vorfach, weil seine Zähne jede Schnur durchtrennen.
Der Zander ist der Gegenentwurf: dämmerungs- und nachtaktiv, mit einem Auge, das bei wenig Licht funktioniert, und einem vorsichtigen Biss, der an der Rute kaum ankommt. Gefischt wird er feiner – schlanke Gummiköder am Jigkopf, dünne Geflochtene, weiche Spitzenaktion. Der Barsch schließlich jagt im Schwarm und wird mit Ködern von wenigen Zentimetern beangelt; dafür gibt es eigene, sehr leichte Ruten.
Wer eine dieser drei Richtungen schon betreibt, findet an einem Messetag mehr Gerät nebeneinander als in jedem Laden der Region. Wer noch keine betreibt, sollte die Reihenfolge umdrehen und zuerst klären, welches Gewässer vor der Haustür welche Art überhaupt hergibt. Der Vergleich mit den Magdeburger Angeltagen im November zeigt den Unterschied: Dort stehen Meeresangeln, Raubfisch und Karpfen in getrennten Hallen nebeneinander, in Passau geht es im Dezember ausschließlich um Waller und Raubfisch.
Dieselbe Halle, zwei verschiedene Messen im Jahr
Die Dreiländerhalle trägt zwei Anglermessen pro Jahr: im März die Karpfen- und Anglermesse, im Dezember die Waller- und Raubfischmesse. Das ist der häufigste Irrtum bei diesem Termin – wer Karpfen angelt, steht am 12. Dezember vor den falschen Ständen. Weitere Termine aus Jagd, Schießsport und Angeln stehen in der Rubrik Messen und Veranstaltungen.