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NRW-Cup am 10. Oktober: Wer im Sommer nicht geschossen hat, darf im Herbst nicht starten

100 Wurfscheiben, zehn Schuss mit der Büchse, 100 Startplätze: Der Meldeschluss für den Saisonabschluss des LJV NRW ist am 28. September abgelaufen – gemeldete Schützen warten jetzt auf ihre Startzeit.

LMLauritz MaaßenNRW-Cup, Jagdliches Schießen, Coesfeld

Der NRW-Cup schließt am 10. Oktober die Schießsaison der nordrhein-westfälischen Jägerschaft ab: 100 Wurfscheiben im Parcours, zehn Schuss mit der Büchse, 100 Startplätze. Der Meldeschluss ist am 28. September abgelaufen; wer gemeldet und bezahlt hat, wartet jetzt auf die Startzeit, die einzeln zugeteilt wird.

Die Eintrittskarte wurde im Sommer vergeben

Nach der Ausschreibung des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen ist teilnahmeberechtigt, wer bis zum Meldeschluss angemeldet ist, Verbandsmitglied mit gültigem Jagdschein ist – und im Jahr 2026 an einem Schießen des Verbandes auf Bezirks- oder Landesebene teilgenommen hat. Diese Teilnahme wird nicht pauschal geglaubt: Bei der Meldung ist mindestens ein Ergebnis eines solchen Schießens anzugeben.

Genau daran scheitert eine kurzfristige Anmeldung. Die infrage kommenden Wettbewerbe liegen alle im Frühjahr und Sommer: die Bezirksnadelschießen im April und Mai, das Landesnadelschießen Ende Mai in Warendorf, die Bezirksmeisterschaften im Juni und als letzter Termin die Landesmeisterschaft vom 16. bis 18. Juli in Buke. Seit Mitte Juli steht der Kreis der Startberechtigten damit fest. Die Frist am 28. September entscheidet nur noch, wer aus diesem Kreis tatsächlich antritt.

NRW-Cup 2026
TerminSamstag, 10. Oktober 2026
OrtSchießstand Flamschen der Kreisjägerschaft Coesfeld
Meldeschluss28. September 2026 – abgelaufen (Meldung und Zahlungseingang)
Startgeld90,00 € – Reuegeld, Rückzahlung nur bei Absage durch den Veranstalter
Feldgröße100 Teilnehmer, es gilt der Eingang der Meldung
MeldewegE-Mail an den Landesschießobmann, Rotten auf gedruckter Rottenanmeldung
Programm100 Wurfscheiben im Parcours + 10 Schuss Büchse

Die Deckelung ist kein theoretischer Wert: 2024 war der Cup mit 98 Startern ausgebucht, 2025 traten über 80 an. Ob das Feld auch 2026 voll ist, veröffentlicht der Verband nicht – einen Buchungsstand führt keine der beiden Seiten. Die Ausschreibung schließt eine späte Zahlung nicht kategorisch aus, formuliert aber unmissverständlich, dass eine Teilnahme dann nicht garantiert ist. Wer die Frist verpasst hat und trotzdem fahren will, fragt deshalb besser beim Landesschießobmann nach, statt einfach zu überweisen.

Coesfeld im westlichen Münsterland, hier das Walkenbrückentor: Der Schießstand liegt nicht in der Stadt, sondern draußen in der Bauerschaft Flamschen. Foto: Dietmar Rabich / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Hundert Scheiben, sechs Typen – und der Schaft bleibt unten

Der Cup wird nicht in den klassischen DJV-Disziplinen ausgetragen. Geschossen wird ein Parcours mit 100 nachgestellten jagdlichen Situationen: Wurfscheiben aller Typen – Standard, Midi, Mini, Rollhase, Rocket und Battue – aus wechselnden Richtungen, als Einzelziele und als Simultan-, Raffale- oder Auf-Schuss-Doubletten. Die sechs Scheibentypen unterscheiden sich in Größe und Flugverhalten: Die Mini ist klein und schnell, der Rollhase läuft über den Boden, die Battue kippt im Flug auf die Kante und verschwindet.

Gewertet wird nur nach Treffer und Fehler, jede getroffene Scheibe zählt drei Punkte. Ob sie mit dem ersten oder dem zweiten Schuss fällt, macht keinen Unterschied – erlaubt sind höchstens zwei Schuss je Einzelziel und insgesamt zwei je Doublette. Die Wurfschemata legt die Schießleitung fest; sie werden am Stand bekannt gegeben und jeder Rotte einmal vorgezeigt.

Der wichtigste Unterschied zum Sportschießen steht im Abschnitt „Anschlag": Geschossen wird aus der jagdlichen Erwartungshaltung, ausdrücklich abweichend von der Anschlagsmarkierung der DJV-Schießvorschrift. Die Flinte wird also nicht vormontiert an der Schulter gehalten, sondern erst gehoben, wenn die Scheibe kommt – so, wie es auf der Bewegungsjagd auch abläuft. Zugelassen sind Quer-, Bock- und halbautomatische Flinten in den Kalibern 12, 16 und 20, letztere mit höchstens zwei Schuss Ladung. Die Choke-Wahl ist frei, darf aber während des gesamten Wertungsdurchgangs nicht gewechselt werden. Der Schrot ist auf 2,40 Millimeter Durchmesser und 28 Gramm Ladung begrenzt.

Parcoursstand mit mehreren Wurfmaschinen vor dem Schützen: Aus welcher Maschine die nächste Scheibe kommt, ergibt sich erst aus dem vorgezeigten Wurfschema. Foto: 23IVAN / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Zehn Schuss mit der Büchse – aber nicht mit jeder

Der zweite Teil wird mit der Kugel geschossen, und hier ist die Waffenvorgabe hart: verlangt wird ein hochwildtaugliches Kaliber, mindestens 6,5 Millimeter und eine Auftreffenergie auf 100 Meter (E100) von mindestens 2.000 Joule. Das ist dieselbe Schwelle, die das Jagdrecht für Schalenwild außer Rehwild setzt – ein Kleinkalibergewehr scheidet damit aus. Anders als bei der Flinte werden hier die erzielten Ringe gewertet, nicht Treffer und Fehler.

Wer keine passende Büchse besitzt, ist trotzdem nicht ausgeschlossen: Waffe und Munition für das Büchsenschießen lassen sich laut Ausschreibung am Stand gegen Gebühr leihen oder kaufen. Bei Punktgleichheit entscheidet zuerst die höhere Zahl getroffener Wurfscheiben, dann die bessere Serie, zuletzt ein Stechen nach Vorgabe der Schießleitung.

Repetierbüchse mit Zielfernrohr im hochwildtauglichen Kaliber: Für die zehn Kugelschüsse verlangt der Cup mindestens 6,5 mm und 2.000 Joule auf 100 Meter. Foto: Mikael Tham / Wikimedia Commons (CC BY 3.0)

Fünf Meldungen je Klasse – sonst fällt die Wertung aus

Gewertet wird in den Einzelklassen Jungjäger, offene Klasse, Altersklasse, Seniorenklasse und Damen, jede allerdings nur, wenn mindestens fünf Anmeldungen vorliegen. Als Jungjäger startet, wer bis zum Anmeldeschluss höchstens seinen dritten Jahresjagdschein gelöst hat. Dazu kommt eine Mannschaftswertung, für die eine Besonderheit gilt: Jede gemeldete Mannschaft muss mindestens eine Dame und einen Jungjäger enthalten.

Für Gemeldete bis zum 10. Oktober

  • Postfach im Blick behalten: Die Startzeit kommt per E-Mail oder Telefon, und wer sie verpasst, hat keinen Anspruch auf einen zweiten Durchgang

  • Zahlungseingang kontrollieren – Startzeiten werden erst nach Eingang des Startgeldes vergeben

  • Büchse im hochwildtauglichen Kaliber bereitlegen oder die Leihe am Stand vorab telefonisch klären

  • Munition prüfen: Schrot höchstens 2,40 Millimeter Durchmesser und 28 Gramm Ladung

  • Einen Choke festlegen – gewechselt werden darf er im Wertungsdurchgang nicht

Was die Ausschreibung offen lässt

Auf welche Ziele die zehn Kugelschüsse fallen, steht nicht darin – der Verband weist nur darauf hin, dass die Disziplinen jährlich wechseln. 2025 waren es zehn Schuss auf den laufenden Keiler, von rechts, von links und als Doublette auf Schuss; für 2026 ist das nicht bestätigt.

Auch einen Zeitplan gibt es nicht, und mit dem Meldeschluss ist auch keiner erschienen. Die Startzeiten werden vorgegeben und den Gemeldeten einzeln per E-Mail oder Telefon mitgeteilt; einen Anspruch auf eine bestimmte Zeit hat niemand, und wer zur zugeteilten Startzeit nicht da ist, bekommt keinen zweiten Versuch. Ob und wo Zuschauer zugelassen sind, ist bislang nicht veröffentlicht – für einen Zuschauertag ist der Cup damit nicht planbar.

Wie ein reiner Parcourswettbewerb nach internationalem Reglement abläuft, zeigt die Deutsche Meisterschaft FITASC Parcours in Eigeltingen. Welche Frist im Sportschießen gerade abläuft, steht im Überblick zum Meldeschluss der DM Auflage. Was der Doppelstart als Jäger und Sportschütze für die Waffenbesitzkarte bedeutet, klärt unser Überblick; wer in Nordrhein-Westfalen erst auf dem Weg zum Jagdschein ist, findet die Regeln in der Jägerprüfungsordnung NRW. Weitere Termine: Sportschießen.

Quelle

Termin, Teilnahmebedingungen, Wertung, Waffen- und Munitionsvorgaben, Klassen, Startgeld und Meldeschluss nach der Ausschreibung NRW-Cup 2026 und der Cup-Seite des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen; Saisontermine und Meldeschlüsse nach den LJV-Schießterminen 2026 (Stand Januar 2026) und der Seite zur Landesmeisterschaft. Träger und Bezeichnung des Schießstands nach der Terminübersicht des Deutschen Schützenbundes (Stand 13.08.2026). Zuletzt abgerufen am 27. September 2026; Termin, Startgeld, Feldgröße und Meldeschluss an diesem Tag unverändert bestätigt.

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