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DM Universal Trap 2026: Nach dem Meldeschluss entscheidet nur noch die freie Kapazität

Die Online-Meldung für die Flinten-DM in Hopsten-Schale ist seit dem 5. September geschlossen. Wer jetzt noch starten will, ist auf Restplätze und Barzahlung am Stand angewiesen.

LMLauritz MaaßenFITASC Universal Trap, Sportschießen, Flinte

Die Online-Meldung zur DM Universal Trap 2026 ist seit dem 5. September geschlossen; einen anderen Meldeweg gab es nicht. Geschossen wird vom 17. bis 20. September beim SSC Schale in Hopsten – über 200 Wurfscheiben, 60 Prozent mehr als bei einem normalen nationalen Wettkampf dieser Disziplin.

Der einzige Weg, der nach der Frist noch offen ist

Der Deutsche Schützenbund lässt in seiner gemeinsamen FITASC-Ausschreibung eine Hintertür: Das Einzelstartgeld darf bar am Veranstaltungsort gezahlt werden – aber ausdrücklich nur „bei freier Kapazität". Ob nach dem 5. September noch Kapazität frei ist, veröffentlicht niemand. Die Meldeplattform zeigt den Buchungsstand nicht öffentlich an, und am Kalendereintrag der Meisterschaft hängt keine Teilnehmerliste.

Wer es darauf ankommen lässt, hat damit keine Zusage, sondern eine Wahrscheinlichkeit – und die hängt an einer harten Zahl.

DM Universal Trap 2026
Termin17.–20.09.2026
OrtSchießstand des SSC Schale, Hopsten
Meldeschluss05.09.2026 (verstrichen)
Meldewegausschließlich online über universe.com
Startgeld Einzel100,00 €
Startgeld Mannschaft35,00 € je Team
Maximale Starterzahl168 über alle Klassen
Wettkampfprogramm200 Scheiben (75 + 75 + 50)
Anschlagfrei wählbar

Startgeld ist Reuegeld: Wer gemeldet hat und nicht antritt, zahlt trotzdem. Mannschaften bestehen aus drei Schützen eines Vereins und müssen erst am Wettkampftag stehen, spätestens 30 Minuten vor Beginn und bezahlt – das ist die einzige Entscheidung, die nach der Frist noch regulär offen ist. (Stand aller Angaben: Ausschreibung vom 18. November 2025, am 6. September 2026 unverändert.)

Warum die 168 eine echte Grenze sind

Universal Trap ist die Disziplin, die im deutschen Flintensport am schnellsten gewachsen ist. Zur Ausgabe 2024 – der zweiten in Schale – hatten sich 144 Schützinnen und Schützen eingetragen; sechs Jahre zuvor war das Feld noch keine 40 Starter groß. 2025 gewann Oliver Schulz vom WTC Niedersachsen mit 119 Scheiben, den Mannschaftstitel holte sein Verein mit 344 Treffern vor den Gastgebern aus Schale.

Zwischen 144 gemeldeten Startern und 168 verfügbaren Plätzen liegen 24 Meldungen. Auf diese Spanne läuft alles hinaus, was nach der Frist noch möglich ist: Sie ist der gesamte Spielraum für Barzahler am Stand – vorausgesetzt, das Feld ist 2026 nicht stärker gewachsen als 2024.

Universal Trap wird ausschließlich im stehenden Anschlag geschossen. Gewertet wird nur Treffer oder Fehler – Ringe gibt es beim Wurfscheibenschießen nicht. Foto: Martin Kotačka / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Fünf Maschinen, zehn Schemata, unbekannte Reihenfolge

Universal Trap ist die FITASC-Variante des Trap. Der sichtbare Unterschied zum olympischen Trap liegt im Graben vor der Schützenlinie: Dort arbeiten fünf statt 15 Wurfmaschinen. In einer Runde von 25 Scheiben erhält jeder Schütze von jedem der fünf Standplätze eine Scheibe von jeder der fünf Maschinen – in unbekannter Reihenfolge. Die Maschinen werden nach zehn festgelegten Schemata eingestellt, von denen vor jedem Wettkampftag eines ausgelost wird. Der Winkel, die Höhe und die Geschwindigkeit sind also für alle gleich, der Zeitpunkt und die Richtung der einzelnen Scheibe aber nicht vorhersehbar.

Genau das macht die Disziplin für Jägerinnen und Jäger interessant. FITASC steht für Fédération Internationale de Tir aux Armes Sportives de Chasse, den internationalen Verband für das jagdliche Flintenschießen; der DSB ist seit 2014 Mitglied, seit 2018 stehen die FITASC-Disziplinen in der Sportordnung. Praktisch heißt das auch: zugelassen sind Schrotladungen bis 28,5 Gramm, deutlich mehr als im ISSF-Reglement.

Zwischen den Serien bleibt die Flinte geöffnet auf der Schulter. Erlaubt sind Bock- und Querflinten; Vorderschaftrepetierer sind beim Wurfscheibenschießen ausgeschlossen. Foto: U.S. Customs and Border Protection / Wikimedia Commons (Public Domain)

Die eigene Klasse steht erst mit der Startliste fest

Startberechtigt ist, wer Mitglied in einem DSB-Verein ist. Wer das nicht ist, darf in einer offenen Wertung mitschießen, kann aber nicht Deutscher Meister werden. Gestartet wird nach Jahrgang: Junioren, Herren, Senioren, Veteranen, Master und Damen. Kommen in einer Klasse weniger als vier Einzelstarts zusammen, rücken die Schützen in die nächsthöhere Klasse auf. Wer gemeldet hat, weiß seine Klasse deshalb erst, wenn das Meldeergebnis steht – ein Effekt, den ausgerechnet die Nachzügler mit auslösen.

Für Gemeldete jetzt zu erledigen

  • Wettkampfpass und amtlichen Lichtbildausweis einpacken; beide werden kontrolliert.

  • Mannschaft im Verein festzurren – sie wird erst am Wettkampftag gestellt, 30 Minuten vor Beginn und bezahlt.

  • Freies Training beim Standbetrieb anfragen: Für Universal Trap sieht die Ausschreibung dafür den Mittwoch vor der Meisterschaft vor, also den 16. September, ausdrücklich nur nach Absprache.

  • Die Startnummer sichtbar auf dem Rücken tragen – das gilt schon im offiziellen Training.

  • Wer ohne Meldung anreisen will: vorher beim Ausrichter nach freier Kapazität fragen, statt auf gut Glück zu fahren.

Was auch nach der Frist noch nicht feststeht

Ein Zeitplan für Hopsten liegt weiterhin nicht vor. Am Kalendereintrag der Meisterschaft hing am 6. September nach wie vor nur der Link auf die Ausschreibung; der Verband veröffentlicht Zeitpläne nach eigener Ankündigung in der Kalender-Rubrik. Auch die Startnummernausgabe ist nicht widerspruchsfrei ausgewiesen: Neben dem 17. September ab 10:00 Uhr steht dort als zweiter Termin der 28. September ab 7:00 Uhr – ein Datum, das nach dem Wettkampf liegt. Der Widerspruch steht seit November 2025 unkorrigiert in der Ausschreibung.

Offen bleibt außerdem die Schutzausrüstung. Die Ausschreibung schreibt Kopfbedeckung, Augen- und Gehörschutz ausdrücklich für die Meisterschaften am Dornsberg und in Coesfeld vor; für Schale trifft sie keine Aussage. Der Standbetrieb wird eigene Vorgaben machen – gefragt wird besser vorher.

Hopsten im nördlichen Münsterland: Der Schießstand des SSC Schale im Ortsteil Schale ist Bundesstützpunkt für die Flintendisziplinen. Foto: J.-H. Janßen / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Häufige Fragen nach dem Meldeschluss

Was kostet der Tausch eines Mannschaftsschützen?

8,00 Euro je ausgewechseltem Schützen, zu zahlen bei der Startnummernausgabe. Ein Einspruch im Wettkampf kostet 30,00 Euro.

Brauche ich für die DM eine FITASC-Lizenz?

Nein. Die internationale FITASC-Lizenz wird nur für Turniere des Weltverbands benötigt, nicht für die Deutsche Meisterschaft.

Wann öffnet die Meldung für 2027?

Ein Termin dafür ist nicht veröffentlicht. Die Ausschreibung für 2026 stand im November 2025 online; die Fristen der drei FITASC-Meisterschaften liegen jeweils zehn Tage vor dem Wettkampf.

Zum Vergleich der Flintendisziplinen lohnt der Blick auf die DM FITASC Parcours am Dornsberg, wo im Gegensatz zu Hopsten die Anschlaghöhe auf der Weste markiert werden muss. Wie olympisches Trap und Skeet im Programm einer großen Meisterschaft aussehen, zeigt die DM Sportschießen in München. Weitere Wettkampftermine und Meldeschlüsse sammeln wir unter Sportschießen.

Quelle

Termine, Fristen, Startgelder, Klassen und Wettkampfprogramm nach der Ausschreibung „Flinte nach FITASC im DSB" (Stand 18.11.2025) und dem Kalendereintrag 4006 des Deutschen Schützenbundes, zuletzt abgerufen am 6. September 2026 – Ausschreibung FITASC und Kalendereintrag. Regelwerk der Disziplin nach der Disziplinbeschreibung FITASC. Teilnehmerzahl 2024 nach der Verbandsmeldung vom 18.09.2024, Ergebnisse 2025 nach der Ergebnisliste DM Schale (Stand 23.09.2025). Standortangaben nach dem Bundesstützpunkt-Eintrag Hopsten.

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