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DM Sommerbiathlon 2026 im Harz: Zwei offizielle Meldeschlüsse, sieben Tage auseinander

Terminübersicht und Ausschreibung des DSB nennen für die Luftgewehr-DM auf dem Sonnenberg unterschiedliche Fristen. Wer meldet, sollte den früheren Termin ansetzen.

LMLauritz Maaßen24. August 2026Sommerbiathlon, Deutsche Meisterschaft, Luftgewehr
DM Sommerbiathlon 2026 im Harz: Zwei offizielle Meldeschlüsse, sieben Tage auseinander

Die Deutsche Meisterschaft Sommerbiathlon mit dem Luftgewehr läuft vom 18. bis 20. September 2026 auf der Biathlonanlage am Sonnenberg im Oberharz. Wer starten will, meldet nicht selbst – und muss sich auf eine Frist einigen, die in zwei offiziellen Dokumenten unterschiedlich steht.

Zwei Daten, sieben Tage auseinander

Die Ausschreibung Sommerbiathlon des Deutschen Schützenbundes mit Stand vom 6. Februar 2026 nennt als Meldeschluss für die Luftgewehr-Meisterschaft den 6. September. Die Terminübersicht der Deutschen Meisterschaften, zuletzt am 13. August aktualisiert, führt für dasselbe Ereignis den 13. September. Beide Seiten stehen nebeneinander im Netz, keine verweist auf die andere.

Praktisch heißt das: Wer die spätere Frist ansetzt und irrt, hat die Saison verpasst. Der frühere Termin ist der sichere – und weil die Meldung über den Landesverband läuft, der intern eigene Vorlaufzeiten hat, gehört die Rückmeldung dorthin deutlich vor den 6. September.

Termin18.–20.09.2026
OrtBiathlonanlage am Sonnenberg im Harz
Meldeschluss06.09.2026 (Ausschreibung) bzw. 13.09.2026 (Terminübersicht)
Meldewegausschließlich über den Landesverband, elektronisch
Startgeld Einzel39,00 €
Startgeld Schüler/Jugend15,00 €
Startgeld Staffel35,00 €

Gemeldet wird ausschließlich elektronisch nach vorgegebener Excel-Datei, per E-Mail vom Landesverband an den Bundesverband. Eine Meldung ohne Geburtsjahr wird nicht zugelassen, Startkarten werden nicht verschickt. Das Startgeld ist Reuegeld – wer nach dem Meldeschluss zurückzieht, zahlt trotzdem.

Ohne Landesmeisterschaft kein Start

Die eigentliche Hürde ist nicht die Frist, sondern die Qualifikation. Startberechtigt ist nur, wer bei der Landesmeisterschaft seines Verbandes im Sprint und/oder im Massenstart angetreten ist – und zwar mit einem Rückstand von höchstens 50 Prozent auf die beiden Erstplatzierten der jeweiligen Wertung. Wer die Marke reißt, kann melden, was er will.

Für die Staffel gilt dasselbe: Jedes Mitglied muss sich über den Sprint oder den Massenstart qualifiziert haben. Klassenübergreifend gemischte Staffeln sind innerhalb eines Landesverbandes erlaubt; sobald ein Mann mitläuft, wird die Staffel als männlich gewertet.

Eine zweite Hürde steckt in der Wertung: Ein Einzelwettbewerb wird nur ausgetragen, wenn mindestens acht Teilnehmer der Klasse gemeldet sind, bei Schülern und Jugend genügen fünf. Sonst rücken die Gemeldeten in die nächsthöhere Klasse auf – bei Staffeln liegt die Grenze bei fünf Mannschaften. Mit der Meldung akzeptiert man dieses Aufrücken.

Sommerbiathletin läuft auf einer Laufstrecke an einer Streckenmarkierung vorbei
Sprint im Sommerbiathlon: Die Athleten starten einzeln im Abstand von 30 Sekunden und laufen gegen die Uhr, nicht gegeneinander. Foto: Miceman / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Sprint, Massenstart, Staffel: drei Rennen mit einem Gerät

Im Sommerbiathlon wird die Strecke als Crosslauf zurückgelegt, das Gewehr bleibt im Ständer am Schießstand – anders als im Winter trägt niemand die Waffe mit. Drei Wettkampfarten stehen im Programm:

WettkampfStrecke (Erwachsene)SchießeinlagenStart
Sprint3 kmliegend, stehendeinzeln, 30-Sekunden-Intervall
Massenstart5 kmliegend, liegend, stehend, stehendWellen mit bis zu 20 Startern
Staffel3 × 3 × 800 mje liegend, stehend (+ 3 Nachlader)gemeinsam

Der Sprint ist das Zeitfahren: Jeder läuft für sich, Sieger ist der Schnellste der Klasse. Der Massenstart dreht die Logik um – bis zu 20 Sportler gehen gleichzeitig auf die Runde, wer als Erster über die Linie kommt, hat gewonnen; das Ergebnis ist an der Strecke ablesbar, nicht erst auf der Liste. In der Staffel stehen pro Schießeinlage bis zu drei Nachlader zur Verfügung; greift ein Läufer zu einem leeren Magazin, kostet das 30 Sekunden Zeitstrafe, und der Luftschuss zählt als abgegebener Schuss.

Jugend- und Schülerklassen laufen kürzer, im Sprint bis hinunter auf 2,4 Kilometer. Im Luftgewehr reichen die Klassen von den Schülern der Jahrgänge 2012 bis 2015 bis zu Herren IV und Damen III, Jahrgang 1965 und älter.

Zwei Sommerbiathleten mit Startnummern laufen über eine Wiesenstrecke
Deutsche Sommerbiathleten im Laufteil eines Wettkampfs: Gelaufen wird im Gelände, das Luftgewehr wartet am Stand. Foto: Claus Michelfelder / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Fünfzehn Millimeter weiß – sonst siebzig Meter extra

Geschossen wird auf Klappscheiben aus zehn Metern. Die Trefferfläche misst 15 Millimeter im Liegendanschlag und 35 Millimeter im Stehendanschlag. Gewertet wird nur, was eindeutig weiß umklappt: Eine Klappe, die hängen bleibt oder wieder aufgeht, gilt als Fehler.

Jeder Fehlschuss zieht eine Strafrunde nach sich, die unmittelbar nach der Schießeinlage zu laufen ist. Auch hier weichen die Angaben voneinander ab: Die Ausschreibung für 2026 nennt 70 Meter, die allgemeine Disziplinbeschreibung 75 Meter; für die Meisterschaft gilt die Ausschreibung. Fünf Fehler in einer Einlage kosten damit rund 350 Meter – im Sprint über drei Kilometer ist das die Entscheidung.

Zur Ausrüstung gehören Laufschuhe und ein Luftgewehr mit Fünf-Schuss-Magazin; Einzellader sind zugelassen. Vor dem ersten Wettkampf muss jeder Starter zur Ausweiskontrolle und Waffenkennzeichnung erscheinen – wer das versäumt, verliert das Startrecht.

Reihe von Biathlon-Klappscheiben am Ende einer Schießbahn
Klappscheiben wie diese entscheiden den Wettkampf: Nur ein eindeutig weiß umgeklapptes Ziel zählt als Treffer. Foto: Migrant / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Was am 17. August noch fehlte

Ein Zeitplan mit Start- und Trainingszeiten lag nicht vor. Auch der Ausrichter ist nicht abschließend benannt – die Ausschreibung führt „SC Jagdhaus oder Skiclub Buntenbock", die Terminübersicht nur den SC Buntenbock. Eine Anschrift mit Postleitzahl nennt keines der beiden Dokumente. Wer die Anreise plant, wartet den Zeitplan ab.

Vor dem 6. September erledigen

  • Die Meldung beim eigenen Landesverband einreichen, nicht beim Bundesverband – und dessen interne Frist erfragen.

  • Das Geburtsjahr in der Meldung prüfen; ohne diese Angabe wird die Meldung nicht zugelassen.

  • Das Landesmeisterschaftsergebnis gegen die 50-Prozent-Marke rechnen, bevor Startgeld fällig wird.

  • Für die Staffel die namentliche Zusammensetzung bis zum Meldeschluss mitmelden.

  • Ausweis und Waffe für die Kennzeichnung vor dem ersten Wettkampf einplanen.

Häufige Fragen zur Meldung

Kann ich mich selbst melden?

Nein. Meldungen nimmt der Bundesverband ausschließlich vom Landesverband entgegen, elektronisch nach vorgegebenem Formular. Der Weg führt immer über den eigenen Verband.

Was passiert, wenn meine Klasse zu klein ist?

Bei weniger als acht Einzelmeldungen – bei Schülern und Jugend weniger als fünf – wird die Klasse nicht ausgetragen, und die Gemeldeten starten in der nächsthöheren Klasse. Diese Zuordnung akzeptiert man mit der Meldung.

Wie die verwandte Kurzdistanz-Disziplin funktioniert, steht in unserem Beitrag zur Target-Sprint-DM in Hatten; den Wettkampfbetrieb der großen Meisterschaft zeigt der Artikel zur DM Sportschießen in München. Weitere Termine und Fristen sammeln wir in den Nachrichten.

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Quelle

Termin, Meldeschluss, Qualifikationsregel, Klassen, Wettkampfmodus, Wertung und Startgelder nach der Ausschreibung Sommerbiathlon (Stand 06.02.2026) und der Terminübersicht Deutsche Meisterschaften 2026 (Stand 13.08.2026) des Deutschen Schützenbundes. Scheibenmaße, Strafrundenlänge und Ausrüstung zusätzlich nach der Disziplinbeschreibung Target Sprint und Sommerbiathlon. Angaben zum Austragungsort nach den Veröffentlichungen des Ski-Clubs Buntenbock. Abgerufen am 17. August 2026.

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