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City Biathlon Dresden 2026: Ohne Nachlader entschied der letzte Stehendanschlag

Zehn Bahnen, 50 Meter, keine Reservepatronen: In Dresden fiel die Entscheidung am Schießstand. Vobornikova siegte fehlerfrei, Strelow reichten zwei Strafrunden.

LMLauritz Maaßen31. August 2026Sportschießen, Biathlon, City Biathlon
City Biathlon Dresden 2026: Ohne Nachlader entschied der letzte Stehendanschlag

Beim City Biathlon Dresden 2026 entschied nicht die Strecke, sondern der Schießstand: Tereza Vobornikova gewann das Frauenfinale ohne einen einzigen Fehler, Justus Strelow das Männerfinale mit zwei Strafrunden. Nachladepatronen bekam an diesem Sonntag niemand.

Gelaufen wurde am 23. August 2026 als Massenstart auf Skirollern, über einen rund 2,3 Kilometer langen Rundkurs durch die Dresdner Innenstadt und am Elbufer entlang. Start, Ziel und Schießstand lagen im Heinz-Steyer-Stadion. Dort baut der Veranstalter nach eigenen Angaben einen originalen 50-Meter-Kleinkaliberstand mit zehn Bahnen auf, der den Konstruktionen der Winterwettkämpfe entspricht. Reservepatronen sieht das Reglement nicht vor – jeder Fehlschuss zieht eine verkürzte Strafrunde nach sich.

Heinz-Steyer-Stadion in Dresden mit Haupttribüne und der Kuppel der Yenidze im Hintergrund
Austragungsort in Dresden: das Heinz-Steyer-Stadion, in dem Start, Ziel und der 50-Meter-Stand aufgebaut werden. Foto: Bybbisch94 / Wikimedia Commons (CC BY 4.0)

Wie das ZDF aus dem Stadion übertrug, blieb Vobornikova an allen vier Schießeinlagen fehlerfrei und gewann die 11,5 Kilometer der Frauen in 31:50,6 Minuten – 12,2 Sekunden vor Anna Gandler aus Österreich und 17 Sekunden vor der Italienerin Lisa Vittozzi. Janina Hettich-Walz lag lange auf Podestkurs, traf dreimal alles und verfehlte im letzten Schießen zwei Scheiben: Rang vier, 27,8 Sekunden zurück.

Bei den Männern über 13,8 Kilometer musste Strelow zweimal in die Strafrunde und ging mit knappem Vorsprung auf die Schlussrunde. Nach 33:36 Minuten lagen drei Sekunden zwischen ihm und dem französischen Titelverteidiger Eric Perrot, eine halbe Sekunde dahinter der Italiener Lukas Hofer – beide mit je drei Fehlern. Philipp Horn und Philipp Nawrath leisteten sich je sieben Fehler und verloren als Vierter und Fünfter dennoch nur 3,9 beziehungsweise 12,1 Sekunden.

Frauen, 11,5 kmFehlerErgebnis
Tereza Vobornikova (CZE)031:50,6 min
Anna Gandler (AUT)4+ 12,2 s
Lisa Vittozzi (ITA)5+ 17,0 s
Janina Hettich-Walz (GER)2+ 27,8 s
Männer, 13,8 kmFehlerErgebnis
Justus Strelow (GER)233:36 min
Eric Perrot (FRA)3+ 3,0 s
Lukas Hofer (ITA)3+ 3,5 s
Philipp Horn (GER)7+ 3,9 s
Philipp Nawrath (GER)7+ 12,1 s
Biathletin mit Gewehr auf dem Rücken vor voller Tribüne
Sieben Fehler und trotzdem Rang vier: In Dresden blieb ein Fehlschuss bezahlbar, weil die Strafrunde kürzer ist als im Winter. Foto: Sandro Halank / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Genau darin liegt der Reiz des Formats: Weil die Strafrunde verkürzt ist, kostet ein Fehler weniger Zeit als im Weltcup – die Reihenfolge entstand trotzdem am Stand. Wie lang die Runde in Dresden exakt bemessen war, weist der Veranstalter öffentlich nicht aus.

Zwei Sportlerinnen auf Skirollern vor der Scheibenreihe eines Biathlon-Schießstands
Sommerbiathlon wird auf Skirollern ausgetragen, hier im französischen Correncon-en-Vercors – geschossen wird wie im Winter auf 50 Meter. Foto: Patafisik / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Mehr aus dem Schießsport findest du in unserer Rubrik Sportschießen – etwa zur Deutschen Meisterschaft in München-Hochbrück, die noch bis Ende August läuft, oder zum Target Sprint, der Laufen und Schießen ohne Schnee kombiniert.

Quelle

Ergebnisse und Rennverlauf: ZDF, Bericht vom 23. August 2026 (zdfheute.de). Renndistanzen und Siegzeiten zusätzlich über die International Biathlon Union (biathlonworld.com). Angaben zu Streckenführung, Schießstand und Wettkampfmodus vom Veranstalter n plus sport (city-biathlon.com).

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