Wer bei der DM Universal Trap 2026 starten will, muss sich bis zum 5. September online gemeldet haben – andere Meldewege gibt es nicht. Geschossen wird vom 17. bis 20. September beim SSC Schale in Hopsten, und zwar über 200 Wurfscheiben: 60 Prozent mehr als bei einem normalen nationalen Wettkampf dieser Disziplin.
Die Ausschreibung in Zahlen
Der Deutsche Schützenbund führt die drei FITASC-Meisterschaften in einer gemeinsamen Ausschreibung. Universal Trap ist darin der günstigste und zugleich am strengsten begrenzte Wettbewerb.
| DM Universal Trap 2026 | |
| Termin | 17.–20.09.2026 |
| Ort | Schießstand des SSC Schale, Hopsten |
| Meldeschluss | 05.09.2026 |
| Meldeweg | ausschließlich online über universe.com |
| Startgeld Einzel | 100,00 € |
| Startgeld Mannschaft | 35,00 € je Team |
| Maximale Starterzahl | 168 über alle Klassen |
| Wettkampfprogramm | 200 Scheiben (75 + 75 + 50) |
| Anschlag | frei wählbar |
Startgeld ist Reuegeld: Wer meldet und nicht antritt, zahlt trotzdem. Eine Barzahlung des Einzelstartgeldes vor Ort ist nur möglich, wenn dann noch Kapazität frei ist – bei einem Feld mit harter Obergrenze ist das keine Planungsgröße. Mannschaften bestehen aus drei Schützen eines Vereins und müssen erst am Wettkampftag stehen, spätestens 30 Minuten vor Beginn und bezahlt.
Warum die 168 eine echte Grenze sind
Universal Trap ist die Disziplin, die im deutschen Flintensport am schnellsten gewachsen ist. Zur Ausgabe 2024 – der zweiten in Schale – hatten sich 144 Schützinnen und Schützen eingetragen; sechs Jahre zuvor war das Feld noch keine 40 Starter groß. 2025 gewann Oliver Schulz vom WTC Niedersachsen mit 119 Scheiben, den Mannschaftstitel holte sein Verein mit 344 Treffern vor den Gastgebern aus Schale.
Zwischen 144 gemeldeten Startern und 168 verfügbaren Plätzen liegen 24 Meldungen. Wer die Frist bis zum letzten Tag ausreizt, geht deshalb ein Risiko ein, das es bei größeren Meisterschaften so nicht gibt.
Fünf Maschinen, zehn Schemata, unbekannte Reihenfolge
Universal Trap ist die FITASC-Variante des Trap. Der sichtbare Unterschied zum olympischen Trap liegt im Graben vor der Schützenlinie: Dort arbeiten fünf statt 15 Wurfmaschinen. In einer Runde von 25 Scheiben erhält jeder Schütze von jedem der fünf Standplätze eine Scheibe von jeder der fünf Maschinen – in unbekannter Reihenfolge. Die Maschinen werden nach zehn festgelegten Schemata eingestellt, von denen vor jedem Wettkampftag eines ausgelost wird. Der Winkel, die Höhe und die Geschwindigkeit sind also für alle gleich, der Zeitpunkt und die Richtung der einzelnen Scheibe aber nicht vorhersehbar.
Genau das macht die Disziplin für Jägerinnen und Jäger interessant. FITASC steht für Fédération Internationale de Tir aux Armes Sportives de Chasse, den internationalen Verband für das jagdliche Flintenschießen; der DSB ist seit 2014 Mitglied, seit 2018 stehen die FITASC-Disziplinen in der Sportordnung. Praktisch heißt das auch: zugelassen sind Schrotladungen bis 28,5 Gramm, deutlich mehr als im ISSF-Reglement.
Was der Meldung vorausgeht
Startberechtigt ist, wer Mitglied in einem DSB-Verein ist. Wer das nicht ist, darf in einer offenen Wertung mitschießen, kann aber nicht Deutscher Meister werden. Gestartet wird nach Jahrgang: Junioren, Herren, Senioren, Veteranen, Master und Damen. Kommen in einer Klasse weniger als vier Einzelstarts zusammen, rücken die Schützen in die nächsthöhere Klasse auf – die eigene Klasse ist also erst mit der Startliste sicher.
Bis zum 5. September erledigen
Meldung über das Online-Portal abschicken; ein anderer Weg wird nicht angeboten.
Vor dem Absenden die Altersklasse nach Jahrgang prüfen, nicht nach Gewohnheit.
Mannschaft im Verein früh abstimmen – gestellt wird sie erst am Wettkampftag, das Startgeld ist aber fällig.
Wettkampfpass und amtlichen Lichtbildausweis einpacken; beide werden kontrolliert.
Die Startnummer sichtbar auf dem Rücken tragen – das gilt schon im offiziellen Training.
Was zum Meldeschluss noch nicht feststeht
Ein Zeitplan für Hopsten lag am 17. August nicht vor; der Verband veröffentlicht ihn nach eigener Ankündigung in der Kalender-Rubrik. Auch die Startnummernausgabe ist in der Ausschreibung nicht widerspruchsfrei ausgewiesen: Neben dem 17. September ab 10:00 Uhr steht dort als zweiter Termin der 28. September ab 7:00 Uhr – ein Datum, das nach dem Wettkampf liegt. Wer anreist, sollte den Termin vor der Fahrt gegenprüfen.
Offen bleibt außerdem die Schutzausrüstung. Die Ausschreibung schreibt Kopfbedeckung, Augen- und Gehörschutz ausdrücklich für die Meisterschaften am Dornsberg und in Coesfeld vor; für Schale trifft sie keine Aussage. Der Standbetrieb wird eigene Vorgaben machen – gefragt wird besser vorher.
Häufige Fragen zur Meldung
Kann ich am Wettkampftag nachmelden?
Nur mit Glück. Barzahlung des Einzelstartgeldes vor Ort ist ausdrücklich an freie Kapazität gebunden – bei 168 Plätzen ist das kein verlässlicher Weg.
Was kostet der Tausch eines Mannschaftsschützen?
8,00 Euro je ausgewechseltem Schützen, zu zahlen bei der Startnummernausgabe. Ein Einspruch im Wettkampf kostet 30,00 Euro.
Brauche ich für die DM eine FITASC-Lizenz?
Nein. Die internationale FITASC-Lizenz wird nur für Turniere des Weltverbands benötigt, nicht für die Deutsche Meisterschaft.
Zum Vergleich der Flintendisziplinen lohnt der Blick auf die DM FITASC Parcours am Dornsberg, wo im Gegensatz zu Hopsten die Anschlaghöhe auf der Weste markiert werden muss. Wie olympisches Trap und Skeet im Programm einer großen Meisterschaft aussehen, zeigt die DM Sportschießen in München. Weitere Termine sammeln wir in den Nachrichten.
Quelle
Termine, Fristen, Startgelder, Klassen und Wettkampfprogramm nach der Ausschreibung „Flinte nach FITASC im DSB" (Stand 18.11.2025) und dem Kalendereintrag 4006 des Deutschen Schützenbundes, abgerufen am 17. August 2026 – Ausschreibung FITASC und Kalendereintrag. Regelwerk der Disziplin nach der Disziplinbeschreibung FITASC. Teilnehmerzahl 2024 nach der Verbandsmeldung vom 18.09.2024, Ergebnisse 2025 nach der Ergebnisliste DM Schale (Stand 23.09.2025). Standortangaben nach dem Bundesstützpunkt-Eintrag Hopsten.