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PADERPOINT 2026: Sieben Euro an der Kasse, nur in bar – und eine Bahn, auf der man den Bogen vor dem Kauf schießt

Bogensportmesse im Schützenhof Paderborn am 24. und 25. Oktober: mehr als 30 Stände vom Langbogen bis zur 3D-Tierfigur, eine Testbahn und Tageskarten nur gegen Bargeld.

LMLorena de MarcoPADERPOINT, Bogensport, Paderborn

Die PADERPOINT 2026 holt am 24. und 25. Oktober Bogenbauer, Pfeilmacher, Hersteller von 3D-Tierfiguren und Messermacher in den Schützenhof Paderborn. Der Eintritt kostet sieben Euro und wird nur bar an der Kasse bezahlt – dafür lässt sich auf einer eigenen Bahn ausprobieren, wie ein Bogen in der Hand liegt, bevor man ihn kauft.

Sieben Euro, eine Tageskarte und keine Kartenzahlung

Die Besucherinfo des Veranstalters Bogenshop Binder nennt für 2026 diese Zeiten und Preise (Stand 1. Oktober 2026):

Samstag, 24. OktoberSonntag, 25. Oktober
Geöffnet10 bis 18 Uhr11 bis 17 Uhr
TageskartePreis
Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren7,00 €
Kinder von 9 bis 15 Jahren2,00 €
Kinder bis 8 Jahrefrei

Einen anderen Ticketweg gibt es nicht: keinen Online-Vorverkauf, kein Zwei-Tage-Ticket, keine Gruppen- oder Familienpreise. Wer an beiden Tagen kommt, löst zwei Tageskarten. Der Samstag bietet zwei Stunden mehr Messezeit als der Sonntag.

Vor der Fahrt nach Paderborn

  • Vorher klären, was man sucht – Langbogen, Reiterbogen oder 3D-Zubehör –, danach richtet sich, welche Stände sich lohnen.

  • Wer einen Bogen kaufen will, plant Zeit für die Testbahn ein und schießt mehrere Modelle, bevor er entscheidet.

  • Für einen Vereinseinstieg den Stand des Bogensportverbands TBVD ansteuern.

  • Fragen vorab per Mail an event@bogenshop-binder.de stellen, telefonisch ist das Messebüro bis 20. Oktober erreichbar.

Das Löwentor am Schützenplatz im grünen Norden Paderborns. Am Schützenplatz liegt der Schützenhof, die Halle der PADERPOINT. Foto: Reise Reise / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Über 30 Stände – und fast alle haben mit Handarbeit zu tun

Die Ausstellerliste 2026 führt mehr als 30 Einträge. Der Veranstalter setzt nach eigener Aussage auf „Qualität vor Quantität“ und auf Manufakturen. Das zeigt die Verteilung:

BereichAussteller (Auswahl)
BogenbauMindFactor, Historic Archery, Blackwood Archery, DER BOW, Flammenbogen, Fritzbogen
KompositbögenRN BOGEN, Die Bogenbautradition
Reiterbögen und DaumenringeASIAN BOWS, OKCUBABA
Pfeile und SchäfteSiebert Bogensport; dazu der Veranstalter selbst mit Langbogen, Recurve, Compound und Armbrust
3D- und 2D-ZieleITALESPANSO, IN FORM 3D, BOWRA, KOBRA
Messer und KlingenDer Damastschmied, JW-Messer, Metallgestaltung Siggemann, Punglscheider
Leder und BekleidungBialy Hendrik Lederatelier, Lederhütte Kolev, UHL Bogensport, BOWTIQUE
Verband und ReisenTBVD e.V., Messe Wels, Hotel Neubergerhof mit Bogenparcours

Der Schwerpunkt liegt erkennbar beim traditionellen Bogen; Material für olympisches Recurve und Compound taucht in der Liste nur am Rand auf. Wer traditionell schießt, mit dem Bogenbau liebäugelt oder zum ersten Mal einen Bogen in die Hand nehmen will, kann an rund einem Dutzend Ständen Bögen vergleichen.

3D-Bogenschießen: Tierfiguren im Gelände, Entfernung unbekannt

Vier Aussteller verkaufen 3D-Ziele, und das hat einen Grund: Beim 3D-Bogenschießen stehen lebensgroße Tierattrappen aus Schaumstoff im Wald oder auf der Wiese, und die Entfernung zu jeder Figur wird nicht genannt. Der Schütze schätzt sie selbst. Gewertet wird nach Trefferzonen im Tierkörper, die Mitte zählt am meisten. Wie das bei einer Meisterschaft abläuft, zeigt unser Artikel zur DM Bogen 3D in Neustrelitz.

Training für den 3D-Parcours mit dem Langbogen, aufgenommen in Italien: Ohne Visier muss der Schütze die Entfernung zur Tierfigur selbst einschätzen – genau das unterscheidet 3D vom Scheibenschießen. Foto: TizVan / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Langbogen und Reiterbogen: zwei Bauarten, die man an der Bahn spürt

Ein Langbogen ist lang, schlicht und hat kein Visier; gezielt wird nach Gefühl und Übung. Ein Reiterbogen ist dagegen kurz und an den Enden stark zurückgebogen, damit er sich vom Pferd aus führen lässt. Viele Reiterbogenschützen ziehen die Sehne mit dem Daumen, ein Daumenring schützt ihn – deshalb bieten die Reiterbogen-Stände beides an. Kompositbögen sind aus mehreren Materialschichten aufgebaut. Wie unterschiedlich sich Zuggewicht und Auszug anfühlen, merkt man erst beim Schuss: Dafür gibt es die Bogenschießbahn, betreut von den Bogenschützen vom Haxterpark.

Zwei Reiterbögen des ungarischen Bogenbauers Lajos Kassai: kurz und an den Enden stark geschwungen, gebaut für das Schießen vom Pferd. Bögen dieser Bauart führen auf der PADERPOINT zwei Aussteller. Foto: Monika Fischer / Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.0)

Für Jäger ein Sportgerät, kein Jagdgerät

Die Tierfiguren erinnern an die Jagd, haben mit ihr aber nichts zu tun. Das Bundesjagdgesetz verbietet in § 19 ausdrücklich, mit Pfeilen auf Schalenwild zu schießen. Bogen und 3D-Parcours sind in Deutschland Sport. Für Jäger interessant sind vor allem die Messerschmiede und Lederer; was ein Jagdmesser können muss, steht in unserer Kaufberatung Jagdmesser.

Vorführungen ohne Uhrzeit, Testbahn ohne Preisangabe

Der Veranstalter kündigt Schießvorführungen an, nennt dafür aber keine Uhrzeiten. Ob das Probeschießen etwas kostet und ob eigene Bögen erlaubt sind, steht nicht in der Besucherinfo. Auch Angaben zu Verpflegung in der Halle und zur Mitnahme von Hunden fehlen.

Wer sich für die Fahrt entschieden hat, findet wie man zum Schützenhof kommt und wo man parkt in unserem Serviceteil. Weitere Termine sammeln wir unter Messen & Veranstaltungen.

Quelle

Termin, Öffnungszeiten, Preise, Zahlungsweg und Kontakt nach der Besucherinfo 2026 von Bogenshop Binder; Aussteller, Testbahn und Selbstbeschreibung nach der Ausstellerliste PaderPoint 2026, beide abgerufen am 1. Oktober 2026. Verbot von Pfeilen auf Schalenwild nach § 19 Bundesjagdgesetz.

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