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Jagdhornbläser-Workshop M-V 2026: Der Anmeldeschluss ist durch – die Frist fürs eigene Horn läuft bis 1. Oktober

Die Anmeldung für das Wochenende in Damm endete am 15. September. Wer jetzt noch mitwill, muss telefonieren – und die zweite Frist verpasst er sonst auch.

LMLorena de Marco17. September 2026Jagdhornbläser-Workshop MV, Jagdhornblasen, Jagdliches Brauchtum
Jagdhornbläser-Workshop M-V 2026: Der Anmeldeschluss ist durch – die Frist fürs eigene Horn läuft bis 1. Oktober

Der Anmeldeschluss für den Jagdhornbläser-Workshop des Landesjagdverbands Mecklenburg-Vorpommern am 3. und 4. Oktober ist am 15. September abgelaufen; die Ausschreibung steht unverändert im Netz, das Formular ist weiter erreichbar. Die zweite Frist läuft dagegen noch: Der Landeszuschuss für ein eigenes Horn endet am 1. Oktober.

Zwei Tage, drei Preisstufen

TerminSamstag, 3., und Sonntag, 4. Oktober 2026
OrtJugendbildungs- und Begegnungsstätte Pfarrhaus Damm, Mittelstraße 1, 19374 Damm
ZeitenSa 9:30–18:00 Uhr, So 9:30–15:00 Uhr; Anreise Sa 8:30–9:15 Uhr
Tagespauschale60 € inkl. Mittag, Abendessen und Seminargetränken
Mit Übernachtung104 €, Einzelzimmer + 10 €
Es-Horn-Kurs (nur Samstag)15 €, inkl. Mittag, Kaffee, Obst – ohne Abendessen
Anmeldeschluss15. September 2026 – verstrichen (Stand 17. September)
Teilnehmerzahlbegrenzt, Zahl nicht veröffentlicht
HornzuschussAntrag bis 1. Oktober 2026, läuft noch

Ausgeschrieben ist das Wochenende vom Landesjagdverband gemeinsam mit dem gemeinnützigen Verein Jagdhornbläser Workshop MV, der die Kursbeschreibung und die Anmeldung führt. Ein Mitgliedsausweis wird an keiner Stelle verlangt; die Ausschreibung richtet sich wörtlich an „alle Enthusiasten der Jagdmusik, mit oder ohne Vorkenntnisse". Das macht das Wochenende zu einem der wenigen jagdlichen Termine in diesem Herbst, an dem jemand ohne Prüfung, ohne Waffe und ohne Verbandszugehörigkeit mitmachen kann – anders als bei den Schießterminen, die den Kalender sonst füllen (eine Übersicht der Herbsttermine steht in der Rubrik Messen & Veranstaltungen).

Das Fürst-Pless-Horn ist das Instrument der Anfänger

Der Anfängerkurs arbeitet am Fürst-Pless-Horn in B – dem kleinen, einfach gewundenen Signalhorn, das seit dem 19. Jahrhundert das Standardinstrument der deutschen Jagd ist. Es hat keine Ventile und damit nur die Naturtonreihe: Was gespielt wird, entsteht ausschließlich über Lippenspannung und Luftführung. Genau deshalb ist es für den Einstieg brauchbar – der Bläser muss keine Griffe lernen, sondern Ansatz, Atem und Rhythmus. Der Kurs setzt dort an: Grundtöne, Intonation, Atemtechnik, dazu die Jagdsignale, die auf jeder Treibjagd und bei jedem Streckelegen gebraucht werden.

Fürst-Pless-Horn aus Messing, einfach gewunden, ohne Ventile, im Museum ausgestellt
Fürst-Pless-Horn in B: eine einzige Windung, kein Ventil. Die Tonhöhe kommt allein aus der Lippenspannung – das Instrument des Anfängerkurses. Foto: Jürgen Liepe / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Für die Mittelstufe kommen Ventile und das B-Parforcehorn dazu

Der zweite Kurs richtet sich an Bläser, die den Ansatz schon haben, und öffnet sich für B-Ventilhorn, B-Pless-Horn, B-Parforcehorn und Waldhorn. Mit Ventilen lassen sich Töne außerhalb der Naturtonreihe greifen, also mehrstimmige Jagdmusik statt reiner Signale. Für die Signale selbst nützen sie nichts: Im Landeswettbewerb sind Ventile bei den Jagdsignalen ausdrücklich untersagt und werden mit Punktabzug geahndet. Ein dritter Kursstrang zielt auf Übungsleitende – wer in seiner Kreisjägerschaft eine Bläsergruppe anleitet oder anleiten will, ist gemeint. Ein vierter bereitet auf den Wettbewerb vor.

Fürst-Pless-Horn mit drei Ventilen und Griffmechanik, Messing, Museumsaufnahme
Dasselbe Horn mit Ventilen: Damit sind auch Töne zwischen den Naturtönen greifbar – die Voraussetzung für mehrstimmige Jagdmusik. Foto: Simon Schnepp / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Der Es-Kurs am Samstag ist ein eigener Termin mit eigenem Preis

Parallel läuft nur am Samstag ein Kurs am Parforcehorn in Es – dem großen, mehrfach gewundenen Horn, das über die Schulter getragen wird und den vollen, weittragenden Klang der Hubertusmessen erzeugt. Inhaltlich geht es genau darum: Messsätze und die Vorbereitung der Landeshubertusmesse 2027. Er kostet 15 Euro statt 60, weil er einen Tag kürzer ist und das Abendessen nicht enthält. Wer beides belegen will, muss beides getrennt anmelden.

Bläsergruppe spielt große, mehrfach gewundene Parforcehörner über der Schulter
Parforcehorn in Es: mehrfach gewunden, über der Schulter getragen, deutlich tiefer und tragender als das Pless-Horn – das Instrument der Hubertusmessen. Foto: Fabricio Cardenas / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

300 Euro Zuschuss fürs Horn – aber nach anderen Regeln als der Kurs

Wer nach dem Wochenende weitermachen will, braucht ein eigenes Instrument, und dafür zahlt das Land. Aus Mitteln der Jagdabgabe wird der Neukauf eines Jagdhorns mit 50 Prozent des Nettokaufpreises bezuschusst, höchstens 300 Euro. Die Bedingungen sind enger als die des Workshops: Antragsberechtigt ist nur, wer seinen Jagdschein in Mecklenburg-Vorpommern löst und dort seinen Hauptwohnsitz hat. Gefördert werden ausschließlich Fürst-Pless-Horn in B, Fürst-Pless-Horn mit Ventilen und Parforcehorn in B oder Es; Klappenhörner, andere Blechblasinstrumente ohne eindeutigen jagdlichen Bezug sowie Sets und Bundles fallen heraus. Der Förderzeitraum endet am 1. Oktober 2026 – wer mit gefördertem Instrument anreisen will, stellt den Antrag also, bevor der Kurs überhaupt beginnt. Danach greift eine Sperre von fünf Jahren.

Was jetzt noch geht

  • Vor einer verspäteten Anmeldung in Neubrandenburg anrufen oder schreiben: Ob nach dem 15. September noch Plätze frei sind, steht nirgends – die Teilnehmerzahl ist begrenzt und unbeziffert.

  • Beim Nachfragen gleich den Kurs benennen: Anfänger, Mittelstufe, Übungsleitende oder Wettbewerbsvorbereitung; der Es-Kurs am Samstag ist eine eigene Anmeldung.

  • Förderantrag für ein neues Horn bis zum 1. Oktober im Original per Post stellen – diese Frist läuft unabhängig von der Kursanmeldung weiter.

  • Wer einen Platz hat: Bettwäsche und Handtücher einpacken, Ausleihe vor Ort kostet 10 Euro.

  • Bei Teilnehmenden unter 16 Jahren mit Übernachtung eine Aufsichtsperson benennen und für sie getrennt anmelden; ihr Aufenthalt ist nicht im Preis enthalten.

Damm liegt in der Lewitz, und das Haus ist kein Hotel

Die Bildungsstätte gehört der Evangelischen Jugend und liegt an der Elde am Rand der Lewitz, des großen Wiesen- und Teichgebiets südlich von Schwerin – jagdlich eine der bekanntesten Niederungslandschaften des Landes, das in der Streckenstatistik regelmäßig auffällt. Untergebracht wird in Einzel-, Doppel- und Mehrbettzimmern, teils mit Etagenbetten. Das erklärt den Preis: 104 Euro für zwei Tage Unterricht, vier Mahlzeiten und eine Nacht sind kein Hotelsatz.

Luftaufnahme der Lewitz mit Wiesen, Teichen und Waldstücken
Die Lewitz bei Parchim aus der Luft: Wiesen, Teiche, Kanäle. Der Workshop-Ort Damm liegt an ihrem Rand direkt an der Elde. Foto: Hartmut Leu / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0 DE)

Was in der Ausschreibung nicht steht

Zwei Wochen vor dem Kurs steht die Ausschreibung Wort für Wort so da wie im Anmeldezeitraum. Der Zeitplan widerspricht sich weiterhin selbst: Als Abreisetag nennt die Kursbeschreibung den 19. Oktober bei einem Workshop, der am 4. Oktober endet – und dazu „Abreise ab 13:30 Uhr" neben einem Workshopende um 15:00 Uhr. Die vier Dozenten – zwei Hornisten, eine Musikschullehrerin, ein Trompeter, dazu ein Solohornist für den Es-Kurs – stehen ausdrücklich unter Vorbehalt ihrer Zusage.

Auch die Frist selbst ist unverändert: Der 15. September steht weiter als Anmeldeschluss auf der Seite, das Google-Formular ist weiter verlinkt, ein Hinweis auf Ausbuchung oder Nachrückliste fehlt. Wer jetzt noch anfragt, erfährt nur über die Geschäftsstelle in Neubrandenburg, woran er ist – dort liegen auch Anfahrtsbeschreibung, Parkmöglichkeiten und der Ablaufplan der einzelnen Kurse, die bis heute nicht veröffentlicht sind.

Der Kurs ist die Vorstufe eines Termins im Juni 2027

Der Wettbewerbskurs hat ein konkretes Ziel: Der Landeswettbewerb im Jagdhornblasen läuft am 5. Juni 2027 von 9 bis 17 Uhr in der HanseMesse Rostock, gemeldet wird bis zum 1. März 2027, Startgeld fällt keines an. Gewertet wird ausschließlich in Gruppen, je nach Klasse ab vier oder ab sechs Bläsern – wer antreten will, braucht also ohnehin Anschluss. Für Jungjägerinnen und Jungjäger, die nach der Prüfung Anschluss an ihre Kreisjägerschaft suchen, ist genau das ein Argument: Die ersten Schritte nach dem Jagdschein drehen sich sonst meist um Revier und Ausrüstung.

Quelle

Termin, Ort, Kursinhalte, Zeiten, Preise, Anmeldeschluss und Dozenten nach der Workshop-Ausschreibung und der Anmeldeseite des Jagdhornbläser Workshop MV e.V., zuletzt abgerufen am 17. September 2026. Förderhöhe, Antragsberechtigung, förderfähige Instrumente und Förderzeitraum nach den Fördervoraussetzungen Jagdhorn des Landesjagdverbands Mecklenburg-Vorpommern. Termin des Landeswettbewerbs nach der Seite des Fachbereichs Jagdkultur & Brauchtum. Die Einordnung der Instrumente – Naturtonreihe, Ventile, Klanglage – ist redaktionelle Erklärung und steht so in keiner der Ausschreibungen.

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