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Jagd- und Schützentage Grünau 2026: 22 Euro an der Kasse, 18 Euro ab zehn Personen

Der Frühbucher-Vorverkauf ist beendet: Die Tageskarte kostet 22 Euro. Günstiger wird es nur noch ab zehn Personen – bei Vorbestellung bis Mittwoch, 7. Oktober, 18 Uhr.

LMLorena de MarcoJagd- und Schützentage, Schloss Grünau, Messe

Die Internationalen Jagd- und Schützentage auf Schloss Grünau bei Neuburg an der Donau laufen vom 9. bis 11. Oktober 2026. Der günstige Vorverkauf ist seit dem 2. Oktober beendet – wer jetzt noch sparen will, braucht neun Mitfahrer und einen Anruf bis Mittwochabend.

Sechs Preisstufen, und der Nachlass hängt jetzt an der Gruppengröße

Der Veranstalter, die Agentur Reich, führt für die Ausgabe 2026 fünf Preisstufen plus eine Gruppenkondition. Die reguläre Tageskarte kostet 22,00 Euro und gilt für Erwachsene ab 18 Jahren; sie ist im Online-Shop und an den Tageskassen zu haben. Die Frühbucher-Tageskarte für 20,00 Euro war ausschließlich online erhältlich und ist am Freitag, 2. Oktober, ausgelaufen – eine Woche vor dem ersten Messetag. Für Einzelbesucher gibt es seitdem keinen Nachlass mehr außer der Ermäßigung.

TicketPreis
Tageskarte (ab 18 Jahren)22,00 €
Tageskarte ermäßigt18,00 €
2-Tages-Ticket Erwachsene36,00 €
3-Tages-Ticket Erwachsene54,00 €
Kinder bis 14 Jahrefrei
Gruppen ab 10 Personen (Vorbestellung)18,00 € p. P.

Ermäßigt zahlen Jugendliche ab 14 Jahren, Studierende und Schwerbehinderte. Bemerkenswert ist, was in jedem Preis schon drinsteckt: das Parken und das offizielle Messemagazin. Auf anderen Endverbrauchermessen sind beides eigene Posten. An allen drei Tagen gibt es zusätzlich Tageskassen vor Ort, ein Online-Kauf ist also keine Bedingung mehr – er spart nur die Wartezeit am Eingang.

Auch die Mehrtagestickets rechnen sich schnell. Drei Einzelkarten an der Kasse kosten 66,00 Euro, das 3-Tages-Ticket 54,00 Euro – 12,00 Euro weniger, also rechnerisch 18,00 Euro pro Messetag. Wer aus dem Norden oder Osten anreist und ohnehin übernachtet, fährt damit günstiger als mit zwei Einzelkarten.

Neuburg an der Donau: Das Messegelände liegt rund fünf Kilometer westlich der Stadt im Auwald. Wer übernachtet, hat die Altstadt als Quartier vor der Tür. Foto: Vitold Muratov / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Ab zehn Personen entscheidet ein Mittwoch

Für Jägerschaften, Hegeringe, Schützenvereine und Jagdschulkurse ist die Gruppenregelung damit der letzte verbleibende Hebel: Ab zehn Personen kostet die Karte 18,00 Euro – aber nur bei Vorbestellung, und die läuft nicht über den Shop, sondern per Mail oder Telefon beim Veranstalter. Die Frist endet am Mittwoch, 7. Oktober 2026, um 18 Uhr, also zwei Tage vor Messebeginn.

Für eine Gruppe von 20 Personen macht das gegenüber der Tageskasse 80,00 Euro Unterschied. Wer die Anmeldung verpasst, zahlt an der Kasse den vollen Satz; eine Nachmeldung vor Ort sieht der Veranstalter nicht vor.

Vor dem 7. Oktober, 18 Uhr erledigen

  • Gruppen ab zehn Personen jetzt beim Veranstalter vorbestellen – per Mail oder Telefon, nicht im Shop, und nur bis Mittwoch, 7. Oktober, 18 Uhr.

  • Vor dem Kauf entscheiden, ob ein, zwei oder drei Tage: Ab drei Tagen ist das Kombiticket günstiger als Einzelkarten.

  • Den Nachweis für die Ermäßigung einpacken (Schüler- oder Studienausweis, Schwerbehindertenausweis).

  • Wer den Hund mitnimmt, packt den gültigen Impfpass ein; auf dem Gelände gilt Leinenpflicht.

  • Bargeld oder Karte für die Tageskasse einplanen, wenn die Karte nicht vorab im Shop gekauft wird.

Warum die Messe für Jagdscheinanwärter interessant ist

Grünau ist keine kleine Regionalschau. Der Veranstalter stellt für 2026 rund 520 Aussteller und über 33.000 Besucher in Aussicht; nachzählbar sind davon bislang rund 360 Firmenlogos im Ausstellerverzeichnis – wer wegen eines bestimmten Herstellers anreist, prüft besser dort als an der Gesamtzahl. Das Verzeichnis zeigt dafür eine Mischung, die man auf einer reinen Waffenmesse nicht bekommt: neben den Herstellern von Büchsen, Flinten, Optik und Nachtsichttechnik stehen der Bayerische Jagdverband, der Landesjagdverband Baden-Württemberg, der Tiroler Jagdverband mit dem Tiroler Jagdaufseherverband, der Bund Bayerischer Jagdaufseher, der Deutsche Falkenorden, der Deutsche Bogenjagdverband, die Ökologischen Jagdvereine Bayerns und Baden-Württembergs sowie die Vereinigung der Meute- und Stöberhundführer.

Genau das macht den Besuch für Anwärterinnen und Anwärter auf die Jägerprüfung praktisch: Wer Repetierer, Kipplaufwaffen und Zielfernrohre bisher nur aus dem Lehrbuch kennt, kann hier in einer halben Stunde vergleichen, was sonst mehrere Ladenbesuche kostet. Dazu kommen sechs Jagdschulen und Ausbildungsanbieter mit eigenem Stand – wer noch keinen Kurs gebucht hat, kann Preise, Kursformate und Prüfungsquoten an einem Nachmittag nebeneinanderlegen, statt sie einzeln zu erfragen. Ebenfalls vertreten: ein Schwarzwildgatter und eine Schießstätte, also die beiden Orte, an denen nach der Prüfung geübt wird.

Für die Terminwahl ist ein Satz aus den Veranstalterangaben entscheidend: Auf dem Gelände stehen über 10.000 Quadratmeter feste, beheizbare Hallen, das Freigelände ist befestigt. Die Messe läuft bei jedem Wetter – ein Oktoberwochenende mit Regenprognose ist kein Grund, den Besuch zu verschieben.

Drei Programmteile, die den Eintritt für sich genommen rechtfertigen

Neben den Ständen laufen an allen drei Tagen Vorführungen, die in keinem Ticketpreis extra ausgewiesen sind – man zahlt sie mit der Tageskarte mit. Für die Entscheidung, ob sich die Anfahrt lohnt, sind sie aussagekräftiger als die Ausstellerzahl. Drei davon tragen das Programm.

Beizjagd. Was in Grünau „Greifvogelvorführung" heißt, ist die Schauform einer eigenständigen Jagdart: Bei der Beizjagd erlegt ein abgetragener Greifvogel das Wild, nicht die Waffe. Geflogen werden in Deutschland vor allem Habicht, Wanderfalke und Steinadler, das Beutespektrum reicht von Kaninchen und Hase über Fasan und Ente bis zur Krähe. Der Vogel bleibt dabei nicht aus Anhänglichkeit beim Menschen, sondern weil Falknerin oder Falkner Gewicht und Fütterung genau steuern – ein satter Vogel kommt nicht zurück. Wer selbst beizen will, braucht mehr als den Jagdschein: Auf ihn kommt eine gesonderte Falknerprüfung und der Falknerjagdschein. In der Vorführung sieht man davon den sichtbaren Teil, den Abflug von der Faust und die Rückkehr aufs Federspiel; das eigentliche Handwerk steckt in dem, was vorher passiert.

Beizjagd heißt: Der Vogel schlägt die Beute, nicht der Schuss. Auf der Messe wird nur die abgekürzte Schauform geflogen – das Wild ersetzt dort das Federspiel. Foto: Airman 1st Class Dillon Davis, U.S. Air Force / Wikimedia Commons (gemeinfrei)

Jagdgebrauchshunde. Die Rassevorstellung im Schlossgraben ist die kompakteste Marktübersicht des Jahres – aber sie beantwortet nur die halbe Frage. Die andere Hälfte entscheidet das Prüfungswesen des Jagdgebrauchshundverbands, und danach sollte man am Stand fragen. Die Verbandsjugendprüfung im Frühjahr bewertet allein die angeborenen Anlagen: Nase, Spurwille, Suche, Vorstehen. Die Herbstzuchtprüfung setzt darauf das Erlernte – Bringen von Federwild, Schleppenarbeit, Wasserarbeit. Und erst die Verbandsgebrauchsprüfung mit ihrem Schweiß- und Nachsuchenteil weist den Hund als voll brauchbar für die Praxis aus. Wer vor der Anschaffung steht, vergleicht in Grünau also nicht Rassen, sondern Zuchtlinien und Prüfungsergebnisse.

Bringen von Federwild: Der Hund nimmt das Stück auf, trägt es unbeschädigt und gibt es dem Führer ab – eines der Fächer, die in der Herbstzuchtprüfung bewertet werden. Foto: Cavalryman / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Jagdliches Brauchtum. Die Bläsergruppen sind kein Rahmenschmuck, sondern eine eigene Fachwelt mit zwei Instrumenten. Das Fürst-Pless-Horn in B-Stimmung ist das kleine, einfach gewundene Signalhorn; auf seinen wenigen Naturtönen laufen die Leitsignale, mit denen eine Gesellschaftsjagd geführt wird – Sammeln, Anblasen, Hahn in Ruh. Das größere Parforcehorn in Es-Stimmung hat den weiteren Tonumfang und trägt die mehrstimmige Jagdmusik, etwa in der Hubertusmesse am Sonntagvormittag. Beim Verblasen der Strecke bekommt jede erlegte Wildart ihr eigenes Signal, gespielt über dem ausgelegten Wild. Das ist Prüfungsstoff und gleichzeitig der Teil des Messebesuchs, den auch Begleitpersonen ohne Jagdbezug mitnehmen.

Fürst-Pless-Hörner: einfach gewunden, in B gestimmt, wenige Naturtöne – das Instrument der Leitsignale. Zum Abschluss am Sonntag spielen in Grünau über 300 Bläser gemeinsam. Foto: Gerd Eichmann / Wikimedia Commons (CC BY 4.0)

Wenn das Ticket liegt, geht es um den Tag selbst: wie der Messetag in Grünau abläuft, steht in unserem Serviceteil mit Anfahrt, Parken, Programmzeiten und den Regeln auf dem Gelände. Wer im Osten näher dran ist: Was der Eintritt zur Jagd & Angeln in Leipzig kostet, steht in einem eigenen Beitrag. Weitere Termine sammeln wir unter Messen & Veranstaltungen.

Prüfung im Blick? Mit der Jagdkompass-App bereiten Sie sich strukturiert auf die Jägerprüfung vor – und wissen auf der Messe, welche Frage an welchen Stand gehört.

Quelle

Termin, Öffnungszeiten, Eintrittspreise, Frühbucherfrist, Gruppenkondition, Rahmenprogramm und die Angaben zu Ausstellern, Besucherzahl und Hallenfläche nach den Veröffentlichungen des Veranstalters der Internationalen Jagd- und Schützentage (Agentur Reich) – Tickets, Rahmenprogramm 2026, Öffnungszeiten, Aussteller, Häufige Fragen und Startseite. Einordnung zur Messehistorie nach den Angaben der Stadt Neuburg an der Donau. Die Erklärungen zu Beizjagd, Jagdgebrauchshundprüfungen und Jagdhornblasen sind redaktionelle Einordnung. Preise, Fristen und Öffnungszeiten sind am 27. September 2026 erneut an der Ticketseite gegengeprüft und unverändert; die Logos im Ausstellerverzeichnis sind am selben Tag gezählt worden.

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