Exzellente Jagd-und Naturschule
„Ich habe bei hiesiger Jagd- und Naturschule Hessen den Intensivkurs 1-25 belegt und möchte Euch hier meinen Erfahrungsbericht skizzieren.Bereits im Vorfeld des Intensivkurses wurde von Seiten der Jagd- und Naturschule auch schon auf meine individuellen Zeitbedürfnisse (Schichtdienst zu unständigen Zeiten) eingegangen und hierzu taugliche Alternativlösungen gefunden.Zeitgerecht, vor Beginn des Intensivkurses, bekommt man die analogen und digitalen Lernunterlagen (Krebs, "Vor und nach der Jägerprüfung" / Fachzeitschrift "Pirsch" und "Innere Organe" / USB-Stick mit sämtlichen PPP'en) zugesandt. Es sei anempfohlen, mit diesen auch zeitig gewissenhaft zu lernen.Das Schulgebäude liegt in der belebten Schottener Innenstadt. Dabei handelt es sich um ein mehrgeschossiges Fachwerkhaus mit einer schuleigenen Kneipe. Diese ist barrierefrei erreichbar. Benebst dem Schulgebäude befinden sich ausreichend Verpflegungsmöglichkeiten (Bäcker, Café und Gastronomen) und nicht unweit liegt das schulzugehörige Büro für die Administration.Während den Lehreinheiten des Intensivkurses engagierten sich die federführenden Ausbilder, Herr Steinrück sowie Frau Fischer und Herr Weiser, in sehr hohem Maße, beantworteten duldsam Nachfragen, erläuterten auch langmütig Zusammenhänge der interdependenten Natur von Klima, Wildtier, Wildpflanze und dem Jäger als auch weiteren Akteuren.Die innerschulische Lernatmosphäre war sehr gut, was auch dem Umstand, dass der Intensivkurs aus lediglich fünf Personen bestand, anheimzustellen ist. An den Wochenenden fand der Schulunterricht zusammen mit dem en passant laufenden Wochenendkurs statt, was überdies einen kursübergreifenden Austausch förderte. Dies war auch auf dem Schießstand nahe der Gemeinde Friedewald der Fall, welcher für das Schießtraining angemietet wurde.Dort hatte man mehr als genug Zeit, um sich intensiv mit der Waffenhandhabung an allen für die Prüfungen relevanten Lang- und Kurzwaffen zu befassen und diese zu trainieren. Während dem Schießtraining erfuhr man konstruktive Anleitung, was das Trefferbild merklich besserte.Ausreichend Kaffee, Naschwerk und die ein oder andere Wildfrikadelle wurde in der Schule zur Verköstigung zur Verfügung gestellt, um des Lernenden vom Stoff affektiertes Nervenkostüm zu kalmieren. Denn eines liegt auf der Hand : Worte sind eben wörtlich zu nehmen. Ein Intensivkurs ist und bleibt ein solcher. Welchem Schüler dieser Umstand nicht klar ist, der wird es hier schwer haben, weil ohne proaktives Zutun und ernsthaftes Mitwirken - auch außerhalb des Schulunterrichts - kein Jägerprüfungszeugnis zu verdienen ist.Gleichsam die damit einhergehende Privilegierung durch den Besitz des Jagdscheines - und das ist auch gut so! Ungeachtet dessen bleibt festzustellen, dass wenn Haltung und Fleiß beim Schüler stimmig sind, das Jägerprüfungszeugnis auch durchaus in kürzester Zeit (vgl. 33 Tage, vom 05. Februar bis zum 09. März) erlangt werden kann.Des Weiteren brillierten obig genannte Ausbilder insbesondere durch eine gelungene Verquickung von Theorie und Praxis während dem Unterricht sowie bei dem Revierwochenende in Ürzell, das als Repititorium diente und einen glänzenden Ausblick ins anstehende Jägerleben gab.Das jagdliches Brauchtum bei der Jagd- und Naturschule Hessen großgeschrieben wird, zeigt sich an dem monatlich in der Kneipe stattfindenden Jägerstammtisch sowie dem "Jägerschlag", ein formales Zeremoniell zur Aufnahme in den Kreis der Naturschützer nach erfolgreich abgelegter Jägerprüfung.Die Kurs- und Prüfungskosten betragen insgesamt mindestens 3.175,- Euro (2.800,- Euro Kursgebühr / 375,- Euro Prüfungsgebühr). Ein Kostenaufwachs entsteht selbstredend bei mehrmaliger Prüfungsteilnahme sowie Nachbeschulung.Alle drei Prüfungen werden in Baden-Württemberg bei der Umgegend von Heilbronn abgelegt. Die Prüfer sind im Gros fair. Ihr solltet diese Jagd- und Naturschule unbedingt besuchen und kennenlernen! ;-)“mehrweniger